Offizielle Neueröffnung der Jugendherberge in Wittdün …


Der Empfang nach dem Umbau …

Schon im Sommer des vergangenen Jahres, nach dem großen Umbau, konnten die Jugendherbergseltern Ulf und Ineke Jürgensen erste Gäste in der Jugendherberge Wittdün empfangen. Die offizielle Einweihung fand nun am vergangenen Donnerstag mit vielen geladenen Gästen statt.

Die erste Jugendherberge in Wittdün wurde im Jahr 1938 aus der Zusammenlegung zweier älterer Hotels und als Nachfolge eines Kinderheimes der Stadt Flensburg von Christine und Hans Jürgensen, den Großeltern des jetzigen Herbergsvaters Ulf, eröffnet. Im Jahr 1964 übernahmen dann Peter und Erika Jürgensen – viele Jahre auch unterstützt von Bruder Jürgen und seiner Frau – die Leitung der Jugendherberge. Nach einem größeren Umbau im Jahr 1977/78 erhielten die Gebäude ihr heutigen Aussehens. Ab 1997 übernahmen Ulf und Ineke in der dritten Generation die Herberge.

Vor über 10 Jahren entstanden die ersten Ideen zur Umgestaltung und kompletten Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes. „Ziel war es die gesamte Jugendherberge zu modernisieren und auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen und damit auch für die kommenden Jahre zukunftsfähig zu machen“, so Angela Braasch Eggert, die Präsidentin des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) in ihrer Eröffnungsrede.

Das Architektenteam bei der Schlüsselübergabe an das Ehepaar Ulf und Ineke Jürgensen (Mitte)

„Für unser Büro war dieser Umbau auf einer Insel, noch dazu in der Corona Zeit, eine besondere Herausforderung,“ so der Architekt Lippert bei der symbolischen Schlüsselübergabe, „ich möchte mich bei allen Beteiligten für ihr außergewöhnliches Engagement bedanken.“

Auch Stefan Wehrheim, der Geschäftsführer DJH-Landesverband Nordmark e.V., bedankte sich bei den Mitarbeitern und dem Ehepaar Jürgensen für all die Unterstützung während der Umbauphase. Er überreichte dem Team als ein kleines Dankeschön einen Gutschein für ein gemeinsames Essen in einem Restaurant ihrer Wahl.

Die Herbergseltern Ulf und Ineke mit den Gästen

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Wittdün, Carmen Klein, überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Wittdün. „Die Jugendherberge hat unzähligen Kindern und Erwachsenen die Insel Amrum nähergebracht. Der grandiose Ausblick auf den Kniepsand und das Meer ist sicher vielen Besuchern in Erinnerung geblieben. Mit der neuen Wattwerkstatt besteht nun die Möglichkeit, die einmalige Natur der Insel noch besserkennenzulernen“.

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahme belaufen sich auf eine Summe von 7,2 Mio. Euro. Gefördert wurde diese über die Investitionsbank Schleswig-Holstein, durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Schleswig-Holstein (Impuls 2030-Programm). Mit einem Eigenanteil von 4.5 Mio. Euro waren die Erneuerungsmaßnahmen für das Deutsche Jugendherbergswerk eine nicht unerhebliche Investition. Die Bingo Umweltlotterie und die Nord-Ostsee Sparkasse unterstützten die Einrichtung der neuen Wattwerkstatt, die zukünftig vom Öömrang Ferian betrieben wird.

Die renovierten Zimmer

Neben der neuen, zeitgemäßen Einrichtung der Zimmer und Aufenthaltsräume wurde ein besonderes Augenmerk auch auf die energetische Sanierung des gesamten Gebäudes gelegt. Der modern und einladend gestaltete Empfangsbereich gibt schon beim Eintreten einen ersten Eindruck über die großen Veränderungen, komplett verschwunden ist das Flair herkömmlicher Jugendherbergseinrichtungen vergangener Jahre.

Die neue außen angebaute Feuertreppe wurde als Leuchtturm ausgeführt. In dem nun ausgebauten Dachgeschoß entstand ein komfortabler, großer Aufenthaltsbereich mit traumhafter Aussicht für die betreuenden Lehrer. Alle Zimmer erhielten einen neuen modernen Look mit größtenteils eigenem Sanitärbereich. Insgesamt verfügt die Jugendherberge nun über 180 Betten, verteilt auf Zimmer verschiedener Größe. Neben Familienzimmern, Einzelzimmer für Betreuer, gibt es überwiegend 4- und 5-Bettzimmer.  Die insgesamt 7 Tagungsräume sind mit modernster Technik (Beamer, DVD-Player usw.) ausgerüstet.

Die neue Wattwerkstatt

Ein besonderes Highlight ist die neue „Wattwerkstatt“ in einem Glasanbau im Erdgeschoß. Ziel ist es, den Erlebnisraum Nordseeküste und das Weltnaturerbe Wattenmeer erlebbar zu machen und das naturtouristische und umweltpädagogische Angebot auf Amrum weiter auszubauen. Unter fachkundiger Anleitung von Mitarbeitern des Öömrang Ferian wird die Natur des Wattenmeeres detailliert erklärt und auch auf Gefahren wie Mikroplastik oder Versäuerung der Meere hingewiesen.  Hierzu stehen zahlreiche Arbeitsplätze mit Mikroskopen zur Verfügung und mit kleineren Tests und Analysen wird den Besucher das komplexe System des Wattenmeeres nähergebracht.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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