Verabschiedung von Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk …


Entpflichtung und Segen

In einem feierlichen Gottesdienst wurde die Kirchenmusikerin der St. Clemens-Kirchengemeinde Anne-Sophie Bunk am vergangenen Sonntag aus ihrem Amt verabschiedet.

Umrahmt von wunderbaren musikalischen Darbietungen von Ingrid Schmanke (Violine), Mechthild Wrede (Querflöte) und Rainer Rafalsky (Chorleitung und Orgel) sowie dargebrachten Liedern des “Spontanchores” aus Sänger*innen des Kirchenchores, des Inselchores “Klaar Kimmang” und Gästen stand der Gottesdienst ganz im Zeichen der Musik. Für ihre fast 10-jährige Tätigkeit wurde Anne-Sophie Bunk damit gedankt. “Viel hast Du mitgebracht durch Deine Musikalität, Deinen Fleiß und Deinen Mut, Neues zu wagen”, betont Pastorin Martje Brandt in ihren Abschiedsworten. “Ich danke Dir dafür, dass du Deine Gaben und Kräfte in unserer Kirchengemeinde eingesetzt hast – nun ist aber die Zeit gekommen, Abschied von dieser Arbeit zu nehmen, da ihr Euch als Familie zum Wohnen, Leben und Arbeiten nach Thüringen- zurück- orientieren wollt”. Mit der folgenden Entpflichtung verabschiedete Pastorin Brandt Anne-Sophie Bunk aus allen ihren Aufgaben und Verantwortungen. Berührt und dankbar nahm diese ihr Geschenk und den langanhaltenden Applaus der Gemeinde entgegen – und wie sollte es anders sein? Natürlich spielte Anne-Sophie mit Hingabe noch einmal ihr Instrument – die Orgel der St. Clemens-Kirche – zum Nachspiel.

Platzkonzert des Posaunenchors

Der Kirchengemeinderat lud nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in das St-Clemens-Gemeindehaus ein, welcher von einem Platzkonzert des Amrumer Posaunenchores eröffnet wurde. Dort spielte Anne-Sophie Bunk gerne noch einmal mit. Bevor der Empfang offiziell startete, gab es noch eine Überraschung: Ehemalige Kinder- und Jugendchorkinder interpretierten den Song “99 Luftballons” von Nena.

Dankesworte an die Gemeinde …

Hans-Peter Traulsen, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, begrüßte Familie Bunk sowie alle erschienenen Gäste. “Es ist ungefähr ein Jahr her, da kam Anne-Sophie in den Kirchengemeinderat und teilte uns mit, dass sie sich auf eine andere Stelle beworben hatte und dort angenommen worden ist. Das hat uns erstmal sprachlos gemacht. Nicht nur, dass wir eine geschätzte Mitarbeiterin und eine geschätzte Kirchenmusikerin verlieren würden, sondern uns war in dem Moment auch klar, dass es in der Kirchenmusik nicht so weitergehen wird wie bisher, weil wir die finanziellen Möglichkeiten nicht mehr haben. Es wäre heute eine traurige Veranstaltung gewesen, wenn wir die Stelle der Kirchenmusik nicht wieder hätten ausschreiben dürfen. Wir sind traurig, dass Anne-Sophie geht, und wir wünschen euch Gottes Segen und alles Gute. Wir sind aber gleichzeitig froh, dass wir diese Stelle neu ausschreiben konnten und hoffen, die Stelle im September neu besetzen zu können. Das ist möglich aufgrund der Tatsache, dass sich die politischen Gemeinden Wittdün und Nebel bereit erklärt haben, für einen längeren Zeitraum die Stellenfinanzierung mit zu unterstützen. Auch an dieser Stelle herzlichen Dank dafür”. Weiterhin überbrachte Traulsen die Grüße von Landeskirchenmusikdirektor Wulf, von Kirchenkreiskantor Krakenberg und hieß den Bezirksobmann für die Posaunenarbeit Dieter Charbon persönlich herzlich willkommen.

Im weiteren Verlauf hatten nun viele Gäste das Wort und nutzten die Möglichkeit, Anne-Sophie Bunk stellvertretend für den Kirchengemeinderat, die verschiedenen Kinder- und Musikgruppen, für die Gemeinde, für ehemalige Kolleg*innen sowie langjährige (musikalische) Freund*innen ihren Dank, auszusprechen.

Anne-Sophie Bunk bedankte sich mit den Worten: “Im 1. Petrusbrief: “Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes”. Das geht in der Musik nur zusammen. Ihr habt mir geholfen dabei, ihr alle, denn alleine macht es keinen Sinn. Es passiert etwas Besonderes, wenn Chor oder Posaunenchor, wenn Sänger*innen zusammenkommen, wenn der Kinderchor singt. Da ist Gott fühlbar da und das ist das, woran ich mit dem Herzen hänge. Ich möchte heute DANKE sagen.“ Der Dank führte über Gruppen und einzelne Personen bis zu ihrer Familie – vor allem ihrem Mann Stefan – der „ihr auch bei den kuriosesten Ideen immer den Rücken freihielt.“

In einer eindrucksvollen Präsentation hat Anne-Sophie Bunk die Meilensteine der vergangenen Jahre “Kirchenmusik auf Amrum 2012 bis 2021″ zusammengefasst.

„Über die Jahre habe ich meinen Schwerpunkt etwas verschoben und mehr Angebote für Kinder etabliert, so kamen etliche Jungbläser- und Flötenkindergruppen zustande. Mir ist wichtig, die junge Generation an Kirche als Ort des Miteinanders heranzuführen und musikalische Grundlagen zu vermitteln”, berichtet die Kirchenmusikerin Amrum-News im kurzen Gespräch.

Noch mal an “ihrem” Flügel

Zum Ende ihrer Rede setzte sich Anne-Sophie Bunk dann noch einmal an den Flügel und improvisierte über das Lied: „Dü min tüs“ – ihren Dank an Amrum.

 

 

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei heut erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne und war dann von1992 bis 2016 als Erzieherin in den Kindergärten Wittdün und Nebel beschäftigt. Nun ist Susanne wieder tätig als Erzieherin in der Fachklinik Satteldüne.

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