Endlich wieder da …


Die Blaskapelle in Nebel
©Kinka Tadsen

„Die Amrumer Blaskapelle ist endlich wieder da“ ruft eine Zuhörerin begeistert, als sie die ersten Töne eines Mailiedes hört, die von einem geschmückten LKW des „Amrumer Bierverlages“ erklingen.

Mit an Bord ist Inken Rolfs, die von der Kapelle eingeladen wurde, mit ihrer Familie das verlängerte Wochenende auf Amrum zu verbringen und gleichzeitig die Truppe zu unterstützen. Inken Rolfs hat einige Jahre an der Öömrang Skul gearbeitet und während dieser Zeit die Blaskapelle gut in Schwung gebracht. Leider hat die Familie die Insel aus persönlichen Gründen verlassen.

Traditionell ist der 1.Mai ein fester Termin im Kalender der Musiker:innen. Dann werden sie mit ihren Instrumenten von Inseldorf zu Inseldorf gefahren, um sowohl Insulaner:innen als auch Urlauber:innen mit Stücken aus ihrem Repertoire zu erfreuen und den Mai zu begrüßen.  Leider musste diese Tradition aufgrund der Pandemie für 3 Jahre unterbrochen werden. Umso mehr erfreuten sich die Zuhörer:innen dieses Jahr bei strahlendem Sonnenschein an den heiteren Stücken, die den langen Winter vergessen lassen.

Gestartet wurde in Steenodde

Gestartet wurde um 10 Uhr am Hotel Steenodde. Bereits nach den ersten Tönen hat sich eine Traube von Menschen versammelt. Es wurde mit den Füssen gewippt und mit der Sonne um die Wette gestrahlt. Weiter ging es über Süddorf, Wittdün (am Anleger des Adler Express und am Zentralmarkt), Nebel (vor der Diakoniestation, am Parkplatz vom Kaufhaus Bendixen und vor Café Claussen) nach Norddorf (zur Pension Sturmmöwe, Café Schult und Hotel Seeblick).

Auf besonderen Wunsch wird an diesem 1. Mai zum Abschluss des Tages noch einmal in Wittdün für Erk Martinen gespielt. Die Musiker:innen freuen sich, wenn Erk Freude an der Musik hatte.  Überall erhielt die Blaskapelle viel Applaus, so dass noch einige Zugaben gespielt wurden. Damit alle Aktiven bei Kräften blieben, gab es Sachspenden in Form von Kuchen und warmen und kalten Getränken. So schaffte man es dann auch, über den Tag verteilt fast 40 Stücke zu spielen. Ein junger „Nichtbläser“ unter den Musikern konnte dabei gut mithalten. Er absolviert derzeit auf Amrum ein Freiwilliges Soziales Jahr. Leider wird er anschließend die Insel wieder verlassen und in der Kapelle eine Lücke hinterlassen.  Wie vielen anderen „Vereinen“ fehlt es der Amrumer Blaskapelle leider an Nachwuchs. Falls es jemanden gibt, der mitspielen möchte: Es gibt noch freie Plätze hinter den Notenständern! Einige begeisterte Zuhörer:innen fragten nach einer Spendendose. Leider gibt es keine. Aber es könnte eine Anregung für die nächsten Auftritte sein, die wir hoffentlich wieder regelmäßig genießen können.

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Über Brunhilde Wnuck-Jessen

Brunhilde Wnuck-Jessen wurde 1956 in Dorsten geboren und machte dort 1975 ihr Abitur. Anschließend ging es zum Studium nach Köln, wo sie eine Amrumer-Clique kennenlernte. Der Liebe wegen zog sie 1984 nach Süddorf auf Amrum, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann Sönke wohnt. Nach 38 Jahren Schreibtischarbeit freut sich die Jungrentnerin nun auf viel gemeinsame Zeit mit ihren beiden Enkeltöchtern.

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