Die vermisste Friesenbank ist wieder aufgetaucht …

Überreste der verschwundenen Bank

 Im wahrsten Sinne des Wortes ist die vermisste Nebeler Friesenbank wieder „aufgetaucht“ (siehe auch „Fahndungsaufruf – Friesenbank gesucht“, Amrum News, 17. Juni 2025).

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Mitarbeiter des „Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein“ (kurz: LKN.SH) Überreste der Bank bereits Ende März im Vorland von Dagebüll, wo sie wohl angetrieben war, ausfindig gemacht.

Hier stand sie einst

Was die Bank veranlasst hat, sich von Nebel aus in Richtung Festland zu orientieren, bleibt weiterhin ungeklärt. Es erscheint wenig wahrscheinlich, dass sie sich freiwillig ins Wasser begeben hat um sich vom Gezeitenstrom wegtreiben zu lassen. Möglicherweise haben hier menschliche Wesen Hilfestellung geleistet. Am ehesten wird es aber doch eine kräftige Windböe gewesen sein, die sie von ihrem Podest den kleinen Hang hinunter ins Watt katapultiert hat. Bei Flut aufgeschwemmt, dann mit ablaufendem Wasser Richtung Priel und vermutlich nach einigem hin und her mit einer kräftigem Flut an Föhr vorbei nach Dagebüll.

Der Platz bleibt leer

„Diar sproong a haas ütj a halemtoost“ („Da sprang der Hase aus dem Dünengrasbüschel“) stand auf dem Schild der Bank. Es war nicht der Hase, der aus dem Gras wieder aufgetaucht ist, sondern die Bank, deren Überreste sich im Watt wiederfanden. Aber immerhin ist ihr Schicksal jetzt geklärt. Nur der Platz auf Amrum, auf der sie stand, bleibt leer.

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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