
Im wahrsten Sinne des Wortes ist die vermisste Nebeler Friesenbank wieder „aufgetaucht“ (siehe auch „Fahndungsaufruf – Friesenbank gesucht“, Amrum News, 17. Juni 2025).
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Mitarbeiter des „Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein“ (kurz: LKN.SH) Überreste der Bank bereits Ende März im Vorland von Dagebüll, wo sie wohl angetrieben war, ausfindig gemacht.

Was die Bank veranlasst hat, sich von Nebel aus in Richtung Festland zu orientieren, bleibt weiterhin ungeklärt. Es erscheint wenig wahrscheinlich, dass sie sich freiwillig ins Wasser begeben hat um sich vom Gezeitenstrom wegtreiben zu lassen. Möglicherweise haben hier menschliche Wesen Hilfestellung geleistet. Am ehesten wird es aber doch eine kräftige Windböe gewesen sein, die sie von ihrem Podest den kleinen Hang hinunter ins Watt katapultiert hat. Bei Flut aufgeschwemmt, dann mit ablaufendem Wasser Richtung Priel und vermutlich nach einigem hin und her mit einer kräftigem Flut an Föhr vorbei nach Dagebüll.

„Diar sproong a haas ütj a halemtoost“ („Da sprang der Hase aus dem Dünengrasbüschel“) stand auf dem Schild der Bank. Es war nicht der Hase, der aus dem Gras wieder aufgetaucht ist, sondern die Bank, deren Überreste sich im Watt wiederfanden. Aber immerhin ist ihr Schicksal jetzt geklärt. Nur der Platz auf Amrum, auf der sie stand, bleibt leer.
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