Ein kleiner Gottesdienst, gehalten von Martje Brandt und mitgestaltet von Andrea Hölscher, Bettina Schüssler und Uschi Bendixen, untermalt vom Posaunenchor, setzte den feierlichen Rahmen des Kindergartenfestes, das im Zeichen des Trägerwechsels stand. Symbolisch für den neuen gemeinsamen Weg stimmte Pastorin Martje Brandt das Lied „Aufstehen, aufeinander zugehen“ an.
Nach jahrelanger Vorbereitung, zahlreichen Gesprächen, Sitzungen, Telefonaten und Informationsveranstaltungen war es seit dem 1. Januar offiziell: Der Inselkindergarten wird künftig durch das evangelische Kita Werk NF als öffentlicher Träger betreut. Der Wechsel markiert den Abschluss einer langen Begleitung durch die Elterninitiative, die nun in Form eines Fördervereins fortgeführt wird und auf viele Mitglieder hofft, damit der Kindergarten auch in Zukunft gut aufgestellt bleibt.
Das Kita Werk NF mit den Mitarbeitern des Inselkindergartens, Vorstand des Fördervereins Inselkindergarten, den Bürgermeistern der Insel und Pastorin Martje Brandt
Seit sechs Jahren begleitet Maik Geisler als Vorsitzender dieses Projekt. Er freut sich über den neuen Schritt, der die Kontinuität und das Engagement der Inselgemeinschaft sicherstellt. Der Förderverein, der aus der Elterninitiative hervorgegangen ist, soll weiterhin parlamentarisch und praktisch für den Kindergarten da sein – mit dem Ziel, das Angebot vor Ort zu stärken.
Beim Festakt waren die Leitung des Kita-Werkes Christian Kohnke, die zuständige Regionalleitung Stephanie Petersen und Tanja Kohnke als Qualitätsbeauftragte vom evangelischen Kita-Werk NF dabei, die extra vom Festland angereist waren, um sich vorzustellen und Fragen zu beantworten. Für die Mitarbeitenden hatte Stephanie Petersen eine Portion Nervennahrung mitgebracht, begleitet von einer Tasche mit Spielen – „denn Spiele verbinden“. Die Kinder freuten sich zudem über eine spielerische Schatzkiste, die ebenfalls ihren Weg auf das Fest fand. Das Kita Werk betreut über 37 Kindergärten in ganz Nordfriesland und schöpft aus Erfahrungen. „Das christliche Miteinander ist unser Fundament – Spielen ist der Schlüssel zur Welt. Jedes Kind ist uns willkommen“ sind nur einige der Grundpfeiler. Christian Kohnke betonte, dass nicht alles sofort verändert werden soll. Vor Ort wolle man gemeinsam schauen, was benötigt wird, was bleiben soll und was sich verändert. Ziel sei es, auf der Insel das passende Angebot zu schaffen – sinnvoll, behutsam und im besten Sinne des Miteinanders. So soll der Weg in der Zusammenarbeit fortgesetzt werden, damit der Übergang für Familien, Mitarbeitende und die Inselgemeinschaft transparent und partnerschaftlich gestaltet wird.
Der Posaunenchor untermalte den Nachmittag musikalisch.
Nach dem offiziellen Teil, zu dem viele Kinder, Eltern, Mitarbeiter, Kindergartenfreunde und auch alle drei Bürgermeister gekommen waren, hieß es dann: Gespräche, Spiel und Spaß. Für die Kinder waren mehrere Spiele und auch eine Hüpfburg aufgebaut. Der Eiswagen war zur Freude aller angerollt und ein umfangreiches Kuchenbuffet ließ keine süßen Wünsche offen. Der Sonnenschein begleitete das Fest, bei dem es hieß, einen neuen gemeinsamen Weg einzuschlagen: Aus vielen Händen gewachsen – in gute Hände gegeben.
Über Kinka Tadsen
Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.