Ein kurzer Weg kann im Winter schnell zur Gefahr werden.
Wer ohne Licht oder Reflektoren unterwegs ist, verschwindet für Autofahrer/Fahrradfahrer und auch Fußgänger oft komplett aus dem Blick.
Ein einfacher Fototest zeigt, wie erschreckend groß das Risiko wirklich ist.
Gefahr auf dem Schulweg
„Ich habe euch nicht gesehen“, ruft die Autofahrerin erschrocken aus dem Fenster. Eine Situation, die gerade in den Wintermonaten häufiger vorkommt – denn viele wissen gar nicht, wie unsichtbar sie im Straßenverkehr werden, wenn es dunkel wird.
Das Licht am Fahrrad sollte spätestens jetzt kontrolliert werden – bitte auch, ob es vorne nicht zu hoch eingestellt ist, denn dann wirkt es auf den Gegenverkehr wie Fernlicht im Auto.
„Die neuen Frontlichter sind so hell und stark, dass sie schon fast mit Autoscheinwerfern vergleichbar sind. Da ist es besonders wichtig, dass sie nicht zu hoch scheinen und den Gegenverkehr blenden“, erklärt ein Fahrradverleiher auf Amrum.
Der kurze Weg, der unsichtbar macht

Morgens wird es erst gegen halb neun hell und am Abend schon ab halb fünf dunkel – und diese Dunkelheit kommt schnell.
„Wir waren nur ganz kurz noch zum Edeka“, erklärt meine neunjährige Tochter mit ihrer Freundin. Es ist nachmittags um fünf, längst stockdunkel. Der Weg: 100 Meter, nur schräg gegenüber des eigenen Hauses. Doch ein kleiner Fototest mit den beiden Mädchen zeigt: „Wir sehen euch nicht!“
Beeindruckt von den Bildern, auf denen sie sich selbst suchen müssen. „Ich weiß genau, dass wir dort stehen, doch man sieht uns ja wirklich nicht“, staunen die Mädchen – und sind sich sicher, dass sie ab jetzt anders in die Dunkelheit gehen werden: mit Reflektorweste und Taschenlampe.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum



