Ein Geschenk aus Marzipan – süß, bunt & einzigartig …

Ein Geschenk, das man fast nicht essen möchte:
Wie aus Marzipan, ein wenig Farbe und viel Teamgeist ein einzigartiges Hummerbecken entstand – und warum es mehr ist als nur eine süße Überraschung.

Nur noch wenige Tage bis zum Weihnachtsfest – alles scheint vorbereitet:
Die Geschenke sind liebevoll verpackt, die Einkaufsliste für das Weihnachtsessen ist geschrieben und der Weihnachtsbaum steht bereits im Wasser, damit er zum Fest ganz frisch ist.

Doch halt – da fehlt noch etwas: eine Idee für ein kleines Geschenk. Etwas Persönliches, das in Erinnerung bleibt. Etwas Individuelles, etwas Einzigartiges.

Wie wäre es mit einem Geschenk aus Marzipan?
Selbstgemacht, einzigartig und genau auf eine bestimmte Person zugeschnitten – ein kleines Kunstwerk, fast zu schade zum Essen.

Ein kleines Marzipankunstwerk entsteht

Zwei Zutaten, unendlich viele Möglichkeiten: geschälte Mandeln und Zucker – viel mehr braucht es für Marzipanrohmasse nicht.

Nein, wir befinden uns nicht in einer Lübecker Marzipanwerkstatt, sondern in der Küche der Team-WG des Naturzentrums in Norddorf. In Vorbereitung auf die Weihnachtsfeier verwandelt sich die Küche kurzerhand in eine Backstube. Neben Plätzchen entsteht hier ein ganz besonderes kleines Geschenk aus Marzipan.

Was wird dafür benötigt?

  • Marzipanrohmasse (200 g)
  • Eine Packung Speisefarben aus der Tube

Und so geht’s:

Welcher Besucher des Naturzentrums in Norddorf kennt es nicht – das Hummerbecken. Hier als süße Marzipan-Nachbildung mit Hummer „Schere“ (li.) und der Kliesche samt zwei Seesternen.

Für die Bodenplatte werden zu zwei Dritteln der Marzipanrohmasse einige Tropfen gelber Speisefarbe untergeknetet – sie soll später Sand darstellen.
Aus dem restlichen Marzipan entstehen Tiere, Pflanzen und Steine. Dazu werden kleine Stücke Marzipan mit den gewünschten Speisefarben eingefärbt, gründlich durchgeknetet und anschließend zu kleinen Figuren geformt. Diese werden schließlich auf die Bodenplatte gesetzt.

Wer erkennt, was es ist?
Richtig – es ist das Hummerbecken des Naturzentrums in Norddorf.

Ein Geschenk mit Bedeutung

Große Freude über eine kleine süße Überraschung: Ralf Hoffmann bekommt am Rande der Weihnachtsfeier in der Pottwalausstellung des Naturzentrums ein Marzipan-Hummerbecken vom Freiwilligenteam geschenkt.

Am Abend überreichen die Freiwilligen des Naturzentrums ihr kleines Marzipan-Hummerbecken am Rande der Weihnachtsfeier feierlich an Ralf Hoffmann – als herzliches Dankeschön für seine großartige Unterstützung, insbesondere bei den vielen großen Aktionen rund um die Aquarien.

Dieses kleine Marzipankunstwerk steht für weit mehr als nur eine süße Aufmerksamkeit: Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und des Dankes.
Doch woraus besteht dieses besondere Geschenk eigentlich?

Was genau ist Marzipanrohmasse?

Zuckerbäckerei in der Team-WG des Naturzentrums in Norddorf: Idita (li.), Luca und Mila (v. re.) nutzen jede freie Minute, um Süßes zu kreieren.

Marzipanrohmasse besteht aus blanchierten, geschälten Mandeln und Zucker. Der Zuckeranteil variiert je nach Hersteller, darf jedoch maximal 35 Prozent betragen. Optional können auch Rosenwasser, Invertzuckersirup oder Bittermandeln enthalten sein – die genauen Rezepturen gelten als Betriebsgeheimnis.

Marzipanrohmasse ist die Grundlage vieler unterschiedlicher Marzipanprodukte. Dabei gilt: Je geringer der zusätzliche Zuckeranteil, desto höher ist die Qualität des Marzipans.

Marzipan – erfunden aus der Not?

Um das Marzipan ranken sich viele Legenden. Einer Erzählungen zufolge wurde es Anfang des 15. Jahrhunderts in Lübeck erfunden. Die Kornspeicher waren leer, Hunger herrschte in der Stadt. So sollen die Bäcker beauftragt worden sein, ein „Brot“ aus Mandeln und Zucker herzustellen.

Und woher kommt eigentlich der Name der süßen Spezialität? Eine der vielen Theorien führt zu Marci panis, dem sogenannten ‚Markusbrot‘, das an einem Gedenktag des Heiligen Markus entstanden sein soll.

Vielleicht ist dieses kleine Marzipan-Hummerbecken eine Inspiration:
Geschenke müssen nicht groß oder teuer sein – manchmal reichen eine gute Idee, ein wenig Zeit und ganz viel Herz.

Über Karen Heidemann

Karen Heidemann erblickte das Licht der Welt 1963 in Bremen, nach dem Abitur folgten eine Ausbildung zur MTRA und erste Berufsjahre in Bremer Kliniken, 1988 Studium der Biologie in Oldenburg, entdeckte dort ihre Leidenschaft für die Botanik, schloss ein Auslandsstudium in den USA mit Forschungstätigkeit im Yellowstone Nationalpark ein, war nach ihrem Diplom 1995 als Biotopkartiererin in den neuen Bundesländern unterwegs, wechselte 1996 an die Uni Trier als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, entdeckte dort im Rahmen einer ehrenamtlichen Vereinstätigkeit ihre zweite Leidenschaft: Umweltbildung. Ging im Jahr 2000 nach Köln, um als Bildungsreferentin / Projektleiterin in der nachuniversitären Weiterbildung Schwerpunkt Medizin tätig zu werden. Nachdem ihre 2 Töchter zwecks Studiums eigene Wege gingen, verwirklichte sie 2023 ihren Traum, auf einer Nordseeinsel zu leben und kam nach Amrum. Dort war sie in den Bereichen Umweltbildung und Schutzgebietsbetreuung am Naturzentrum in Norddorf tätig, 2025 übernahm sie dort die Leitung.

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