Ein Album für die Sprache …

Fering klingt plötzlich modern, laut und emotional. Mit seinem neuen Album setzt der Föhrer Singer-Songwriter Mattis Brodersen ein musikalisches Zeichen für den Erhalt des Friesischen. Welche Idee dahintersteckt, offenbart sich im Detail.

Musik in der Muttersprache

Mit seinem neuen Album hat Mattis Brodersen etwas Besonderes geschaffen: ein vollständiges Musikalbum in seiner Muttersprache Föhrer Friesisch, auch Fering genannt. Für den Musiker ist das mehr als ein künstlerisches Experiment – es ist ein persönliches Bekenntnis zur eigenen Herkunft.

Zwischen Tradition und Rock-Pop

Unterstützt von befreundeten Musiker:innen verbindet Brodersen traditionelle Elemente mit modernem Rock- und Pop-Sound. Das Ergebnis ist zeitgemäß und zugleich verwurzelt in der friesischen Kultur. Die Musik richtet sich nicht nur an Kenner:innen der Sprache, sondern spricht Hörer:innen aller Altersgruppen an.

Bekannte Songs neu gedacht

Neben vielen selbst geschriebenen Liedern enthält das Album auch Übersetzungen bekannter Songs. Besonders heraus sticht „Sune“ – die Fering-Version von „Junge“ der Band Die Ärzte. Der vertraute Song erhält durch die friesische Sprache eine neue, überraschende Wirkung.

Ein Beitrag zum Spracherhalt

Mit diesem Album leisten Mattis Brodersen und seine Band einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der friesischen Sprache. Das Projekt zeigt, dass Fering kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern auch in der modernen Musik seinen Platz hat – und Menschen neugierig machen kann.

Zweisprachig hören, lesen, lernen

Diese Idee setzt sich im Booklet fort: Es ist bewusst zweisprachig gestaltet. So können Hörer:innen die Texte mitlesen, vergleichen und ganz nebenbei erste Worte und Wendungen auf Fering lernen.

Die CD „Fering” ist über den Friiskshop der Fering Stiftung zu erwerben: https://friiskshop.de/produkt/fering-mattis-brodersen/

Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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