Feuerwehr-Ausbildung trotz Frost und Schnee …

Der Truppmann/-frau-Kurs auf Amrum verlangte den Teilnehmenden einiges ab.
Neben Beruf und Familie stellten sie sich eisigen Temperaturen und gefrorener Technik.
Am Ende zahlte sich der Einsatz aus – mehr, als es zunächst schien.

Winterliche Bedingungen von Beginn an

Gruppenführer Tewe Schult gibt den Prüflingen die Anweisung , die Wasserzuleitung zu legen

Unter erschwerten Bedingungen verlief der letzte Truppmann/-frau-Kurs Teil eins der Freiwilligen Feuerwehr auf Amrum. Schnee, Eis und frostiger Ostwind machten es den Teilnehmenden alles andere als leicht. Der Grundausbildungslehrgang vermittelt den angehenden Feuerwehrmännern und der angehenden Feuerwehrfrau die Basiskenntnisse für den Einsatzdienst. Seit Anfang Januar standen in Theorie und Praxis mindestens 70 Stunden auf dem Lehrplan – vor allem der Lösch- und Hilfeleistungseinsatz.

Freiwillige Feuerwehr heißt auch: freiwillig lernen. Und das neben Beruf, Ausbildung, Familie und Freizeit. In der Nebensaison geht das noch etwas einfacher als in den Sommermonaten. Doch der Januar war in diesem Jahr ungewöhnlich winterlich – damit hatte niemand gerechnet.

Gefrorene Schläuche und glatte Einsätze

Drei Schläuche werden an den Verteiler gekuppelt und dann heißt es: Wasser marsch!
Bild 3: Teil der Prüfung: praktische Löschübung.

Da in den Feuerwehrschläuchen nach Einsätzen immer etwas Wasser zurückbleibt, waren durch die Minusgrade die Kupplungen, mit denen die Schläuche untereinander und mit dem Hydranten verbunden werden, zeitweise so stark eingefroren, dass sie erst wieder davon befreit werden mussten. Auch auf Glätte im Einsatz sind die Kursteilnehmenden nun bestens vorbereitet.

Das etwas mildere Nieselregenwetter am vergangenen Samstag, an dem die Prüfung stattfand, war für die Truppmänner und die Truppfrau daher nahezu einfach.

Melf Dethlefsen, Tristan Möller, Simon Thümer, Fin Ole Christiansen, Lisa-Marie Goswin, Anton Lenskiy, Leif Peters, Nigg Siebert, Henning Blume, Leif Jessen, Mathies Lutz, Malte Prieg und Tjorben Tewe Thomas bestanden sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung. Damit erhalten nun alle einen Piepser und sind bereit, im Einsatz zu unterstützen.

Ein großes Dankeschön an alle

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Prüfung!

Ausbildungsleiter Sven Tieze gratulierte allen Absolvent:innen und wünschte ihnen, dass sie stets gesund aus den Einsätzen zurückkehren mögen. Er freute sich über die hohe Einsatzbereitschaft und hofft, dass alle auch den Truppmann/-frau-Kurs Teil zwei absolvieren werden. Zudem bedankte er sich bei Leif Hinrichsen und Flemming Rohlmann (beide FFW Wittdün) sowie Tewe Schult und Timo Meinerts (beide FFW Norddorf) für deren tatkräftige Hilfe.

Der Dank ging außerdem an Petra Müller, stellvertretende Amtswehrführerin, die als Prüferin unterstützte und selbstverständlich auch an Sven Tieze selbst.

Über Susanne Schwarz

Susanne Schwarz kam 1981 in der Vorderpfalz zur Welt- aufgewachsen am Haardtrand, mit Blick auf den Pfälzer Wald, inmitten eines Weinbaugebietes. Sie verbrachte in ihrer Kindheit viele glückliche Sommerferientage auf Amrum, wodurch der Wunsch immer größer wurde, nur einmal für längere Zeit dort zu leben. Nach dem Abitur 2001 kam sie zum ersten Mal für ein FSJ auf die Insel. Ein weiterer Aufenthalt folgte nach ihrer Ausbildung in Stuttgart. Die Sehnsucht nach der Insel aber blieb. 2015 lies sie das Festland also hinter sich und zog zusammen mit ihrem Mann zurück nach Amrum, wo sie heute mit ihrem Sohn in Wittdün wohnen.

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