Wenn der Teddybär zum Arzt muss …

Blutabnahmen, MRT oder Abstriche – für viele Kinder sind Untersuchungen mit Angst verbunden.
In der Fachklinik Satteldüne wurde der Tag der Seltenen Erkrankungen deshalb ganz besonders gestaltet.
Eine ungewöhnliche Sprechstunde half Kindern und Eltern, neue Wege im Umgang mit Angst zu finden.


Der Teddy bekommt ärztliche Versorgung

Ein Tag der Solidarität

Der Tag der Seltenen Erkrankungen steht jedes Jahr am letzten Wochentag im Februar im Zeichen der Solidarität mit den vielen Menschen, die mit seltenen Erkrankungen leben. Auch in der Fachklinik Satteldüne werden Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen behandelt, darunter Mukoviszidose (CF), Primäre Ciliäre Dyskinesie (PCD) sowie andere seltene Atemwegserkrankungen (SAW). Patientinnen und Patienten sowie ihre Eltern profitieren dabei von der langjährigen Erfahrung der Klinik in der Behandlung von Mukoviszidose.

Teddysprechstunde gegen die Angst

Im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstags stand das Thema Diagnostik. Ärztin Hannah Eickhoff und Katja Borger organisierten dafür eine lebensechte Teddysprechstunde. Dabei konnten die Kinder ihre eigenen Kuscheltiere untersuchen und „behandeln“ lassen.

Für viele Kinder mit einer seltenen Erkrankung erfordert es großen Mut, immer wieder Untersuchungen wie Blutentnahmen, Rachenabstriche oder MRTs zu überstehen. Auch während der Rehabilitation zeigt sich häufig, wie präsent diese Ängste sind. Eine der ersten Fragen der Kinder lautet oft: „Wird mir hier Blut abgenommen?“

Die Teddysprechstunde sollte helfen, diese Ängste spielerisch abzubauen. Ziel war es, Kindern einen besseren Umgang mit ihren Sorgen zu ermöglichen und Verständnis für notwendige Untersuchungen zu schaffen. Gleichzeitig bot die Rehabilitation Eltern die Gelegenheit, eine unterstützende Kommunikation mit ihren Kindern zu üben. Statt Aussagen wie „Ich halte dich fest“ kann etwa die Formulierung „Ich gebe dir Halt“ dabei helfen, Angst zu reduzieren.

Ergänzt wurde das Angebot durch einen Maltisch und einen Infotisch. Ein besonderes Highlight war ein Gruppenfoto mit den Kuscheltieren, die frisch aus der Teddysprechstunde „verarztet“ zurückkehrten.

Gruppenfoto am Tag der seltenen Krankheiten , mit Kuscheltieren

Kunst und Dank zum Abschluss

Neben der Aktion für die Kinder war die Fachklinik Satteldüne an diesem Tag auch Ausstellungsort einer Kunstausstellung der ACHSE – der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen. Betroffene hatten dort die Möglichkeit, ihre Gefühle kreativ auszudrücken und Botschaften an andere weiterzugeben.

Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Mitarbeitenden der Klinik – darunter Sr. Katja und Sr. Bianca sowie Ärztin Hannah Eickhoff – und den Eltern der teilnehmenden Patientengruppe, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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