Gemeinsam klingen – verbunden durch Musik …

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Musik, die verbindet – und ein Saal, der mitgeht. Beim Stiftungsfest in St. Clemens wurde gemeinsam musiziert, gesungen und gelacht. Warum selbst kleine Besetzungen für große Momente sorgten …

Letzte Probe des Posaunenchors vor dem Auftritt.

Ein Nachmittag im Zeichen der Musik

„Zusammen sein – zusammen klingen“ – unter diesem Motto lud die St.-Clemens-Kirchengemeinde zum 72. Stiftungsfest am 21. März ins St.-Clemens-Hüs ein. Unter der Leitung von Katharina Rau musizierten der Posaunenchor, der Flötenkreis und der Kinderchor und sorgten so für einen musikalischen Nachmittag.

Auch wenn es immer heißt, im Winter sei es sehr ruhig auf Amrum, war die Terminfindung in diesem Jahr gar nicht so einfach. Ursprünglich war das Fest nämlich im Februar geplant, doch die Insulaner sind gerade in den Wintermonaten tatsächlich sehr beschäftigt. Und es wäre ja auch schade gewesen, wenn Veranstaltungen wie das friesische Theater, Biike und andere Termine alle auf ein Wochenende gefallen wären.

Die beiden Jungbläser Jonne und Stefan Zettelmeier bei ihrem gemeinsamen Solo.

Kleine Besetzung, große Wirkung

In kleinerer Besetzung als sonst eröffnete der Posaunenchor gemeinsam mit den Jungbläsern den Nachmittag. Krankheitsbedingt waren die Jungbläser nämlich nur zu zweit. Trotzdem spielten die beiden auch noch ein Stück allein – was natürlich mit kräftigem Applaus belohnt wurde.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Beim „Boglerhaus-Blues“ wurde das Publikum zum Mitmachen animiert. Katharina Rau drehte sich an entsprechenden Stellen zu den Zuschauern, die dann gemeinsam „Uh!“ rufen sollten. Das sorgte für viel Lachen und lockerte die Stimmung zusätzlich auf. Auch bei „Gib uns Frieden jeden Tag“ waren alle eingeladen mitzusingen. Weitere Lieder zum Zuhören folgten.

Die verschiedenen Flötenarten klingen gemeinsam wirklich toll.

Der Flötenkreis nahm die Zuhörer anschließend mit auf eine musikalische Reise – mit Liedern aus Irland („Londonderry Air“), Italien und England („Pavane“, ein feierlich langsamer Schreittanz vermutlich spanisch-italienischer Herkunft) sowie der „Fuhrmannsweise“. Den Abschluss bildete ein Stück von Johannes Jeep.

Ehrungen und besondere Gäste

Zum Stiftungsfest gehört es traditionell auch, langjährige Mitglieder zu ehren. In diesem Jahr erhielt Marita Geulen die silberne Flöte. Sie war zwar leider nicht vor Ort, wurde aber dennoch gewürdigt. Auch diejenigen, die bereits die goldene Flöte besitzen und weiterhin aktiv sind, wurden erwähnt.

Immer wieder eine Bereicherung sind die Gastmitspieler. So unterstützte in diesem Jahr Verena Zahn den Posaunenchor, die von 2023 bis 2024 selbst als Kantorin auf Amrum tätig war.

Bei “Hevenu Schalom” durften dann alle mitsingen! Die selbstgebastelten Rasseln machten das Ganze sehr stimmig.

Ein bunter Abschluss mit dem Kinderchor

Der Kinderchor hatte sich ebenfalls mehrere Wochen auf diesen Tag vorbereitet. Die Kinder sangen nicht nur, sondern bastelten, malten und dekorierten den Raum farbenfroh. “In vielen bunten Farben“ von Hans – Jürgen Netz ließ die Kinder über ihre Hoffnungen und Wünsche nachdenken. Außerdem begleiteten sie sich teilweise selbst – mit Boomwhackern, selbst gebastelten Rasseln, Triangel, Zungentrommel, Klanghölzern und anderen Rhythmusinstrumenten. Auch sie luden das Publikum ein, bei „Hevenu Shalom alejchem“ mitzusingen.

Zum musikalischen Abschluss gab der Kinderchor noch eine fröhliche Rhythmus-Zugabe: Die Worte „Jetzt gibts Kuuuchen“ – „Kaffee für die großen Leute“ – „Kekse – lecker!“ – „Ja, uuuns gehts gut!“ – „Guten Appetit!“ wurden im Takt gesprochen und betont, nicht gesungen. Mit viel Spaß und Energie leitete der Chor damit das bunte Kaffee- und Kuchenbuffet ein. Dank der zahlreichen Kuchenspenden war das Buffet wieder farbenfroh gedeckt und bot allen die Gelegenheit, zusammenzusitzen, zu plaudern und den Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.

Über Susanne Schwarz

Susanne Schwarz kam 1981 in der Vorderpfalz zur Welt- aufgewachsen am Haardtrand, mit Blick auf den Pfälzer Wald, inmitten eines Weinbaugebietes. Sie verbrachte in ihrer Kindheit viele glückliche Sommerferientage auf Amrum, wodurch der Wunsch immer größer wurde, nur einmal für längere Zeit dort zu leben. Nach dem Abitur 2001 kam sie zum ersten Mal für ein FSJ auf die Insel. Ein weiterer Aufenthalt folgte nach ihrer Ausbildung in Stuttgart. Die Sehnsucht nach der Insel aber blieb. 2015 lies sie das Festland also hinter sich und zog zusammen mit ihrem Mann zurück nach Amrum, wo sie heute mit ihrem Sohn in Wittdün wohnen.

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