Pfingstmontag – Kaiserwetter – Mühlentag …

Strahlender Sonnenschein, Musik, Tanz und viele begeisterte Besucher: Der Deutsche Mühlentag an der Nebeler Windmühle wurde auch in diesem Jahr zu einem echten Inselhöhepunkt. Mit Familiengottesdienst, Festumzug und zahlreichen Auftritten bot das Fest beste Unterhaltung für Gäste und Insulaner gleichermaßen.

Festlich geschmückt anlässlich des Deutschen Mühlentags 2026

Unter Kaiserwetter versteht man umgangssprachlich einen wolkenlosen, strahlend blauen Himmel in Kombination mit hellem Sonnenschein. Und genau das wurde den vielen Besuchern am Pfingstmontag an der Nebeler Windmühle geboten. Es war Deutscher Mühlentag, der hier traditionell im Rahmen eines Tages der offenen Tür mit buntem Programm gefeiert wurde.

Der Verein zur Erhaltung der Amrumer Windmühle richtete in enger Zusammenarbeit mit der Amrum Touristik dieses im wahrsten Sinne des Wortes strahlende Fest aus. Mehrere hundert Gäste und Insulaner erfreuten sich an den Darbietungen und dem abwechslungsreichen Begleitprogramm.

Zu Beginn der Veranstaltung war es der Familiengottesdienst unter freiem Himmel, der mit Kinder- und Posaunenchor zum Thema „Ich bin anders als du! Gemeinsam wird das Leben bunt!“ rasch die vielen bereitgestellten Sitzplätze füllte. Auch die Pfingstgeschichte „Vom Himmel ein Wind“ wurde vom Kinderchor unter Beteiligung einiger Zuschauer gesungen und erzählt.

Anschließend sorgte der Mädchen-Musikzug Neumünster gemeinsam mit der Amrumer Trachtengruppe für großartige Stimmung. Mit einem Festumzug, ausgehend vom Schullandheim Honigparadies über den Uasterstigh zur St.-Clemens-Kirche und weiter über den Waasterstigh zur Mühle, zogen die Teilnehmer unter Applaus auf die Festwiese ein. Begleitet wurden sie von einem Filmteam, das Aufnahmen für die NDR-Fernsehsendung „Mare TV“ machte. Ein Sendetermin ist für den 17. September geplant.

Vor dem Platzkonzert des Mädchen-Musikzugs zeigten die Tänzerinnen und der einzige Tänzer der Amrumer Trachtengruppe ihr Können vor der bereits am Vorabend geschmückten Mühle. Anschließend spielten die Mädchen und Damen aus Neumünster ihr buntes „Best of“ aus traditioneller Blasmusik und modernen Hits. Der Musikzug gehört seit vielen Jahren zum Pfingstprogramm auf Amrum und begeisterte auch in diesem Jahr wieder mit mehreren Konzerten und Aufmärschen in allen Inseldörfern.

Als weiteres Highlight traten abschließend unter riesigem Beifall die Kinder- und Jugendgruppe der Trachtengruppe im Wechsel mit dem Amrumer Shantychor auf. Auch diese beiden Gruppen gehören zu den festen Institutionen auf der Insel Amrum. Besonders erfreulich für die Trachtengruppe ist, dass sie aktuell keine Nachwuchssorgen hat. Insgesamt 24 Kinder und Jugendliche präsentierten ihre Trachten und Tänze. Einige von ihnen hatten dabei ihren ersten Auftritt in der Tracht, den sie hervorragend meisterten. Mit großem Stolz stellten sie sich zum Abschluss der Veranstaltung zu einem tausendfach fotografierten Gruppenbild auf.

Besuche des Heimatmuseums und der aktuellen Kunstausstellung, Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und erfrischende Getränke der Freiwilligen Feuerwehr sowie ein Kinderprogramm und die Versteigerung eines Originalbildes eines Amrumer Künstlers zugunsten des Mühlenvereins rundeten das Fest ab. So gingen schließlich Besucher, Veranstalter und die vielen ehrenamtlichen Helfer zufrieden nach Hause.

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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