Lanze raus, Pferd in den Galopp und den richtigen Moment erwischen: Beim traditionellen Ringreiten zählt jeder Treffer. In diesem Jahr macht der Wind den Reiter das Treffen besonders schwer. Doch eine hat am Ende die Nase vorn.

Gemeinsam zum Start
Einmal im Jahr kommen die Ringreiter der Insel zusammen, um sich im Galopp mit der Lanze die meisten Ringe zu ergattern. Traditionell treffen sich alle Teilnehmer vor dem Ringreiten auf dem Reiterhof Andresen. Dort wird sich begrüßt und die letztjährige Königin beziehungsweise der letztjährige König noch einmal hochleben gelassen.
Anschließend geht es gemeinsam zur Wiese. Dort warten bereits die beiden Gallys auf die Reiter. Auf einer Seite hängt der Königsring, auf der anderen der normale Ring.

Der Königsring ist besonders klein
Der Königsring (es müssen drei zum Titel gestochen werden, dann wird er gegen den normalen Ring ausgetauscht)hat es dabei in sich: Mit einem Durchmesser von nur 2,2 Zentimetern ist er deutlich kleiner als der normale Ring. Sechzehn Reiter gingen an den Start und versuchten, möglichst viele Ringe zu stechen.
Neben Können und Zielsicherheit gehörte in diesem Jahr allerdings auch eine große Portion Glück dazu. Denn der Wind ließ die Ringe förmlich hin und her tanzen und machte die Aufgabe für die Reiter nicht gerade einfacher.

Spannung bis zum Schluss
Besonders spannend wurde es beim Kampf um den Königsring. Aenne Andresen und Finja Kohn lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide hatten in der ersten Halbzeit jeweils zwei Königsringe gestochen.
Im zweiten Durchlauf gelang es Aenne Andresen, ihren dritten Königsring zu stechen. Damit war die Entscheidung gefallen: Aenne Andresen ist die diesjährige Königin.
In insgesamt 18 Durchgängen bewiesen die Reiter ihre Zielsicherheit im Galopp. Eine stärkende Pause zwischendurch sorgte für neue Energie. Vom Publikum wurden die Reiter auch im zweiten Durchgang kräftig angefeuert und mit viel Jubel unterstützt.
Von Kaffee und Kuchen bis zur Ehrenrunde
Abseits der Wiese kam die Geselligkeit nicht zu kurz. Bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Getränken genossen die Besucher das Ringreiten und die gemeinsame Zeit.
Nach dem Stechen standen auch die weiteren Platzierungen fest. Ann-Kathrin Doelzer sicherte sich den ersten Platz, gefolgt von Jasmin Diercks auf Platz zwei und Lilly Roeder auf Platz drei. Hannah Seliger belegte den vierten Platz, Finja Kohn erreichte den fünften Platz.
Nach der Ehrung folgte die traditionelle Ehrenrunde durch Norddorf. Die erfolgreichen Ringreiter wurden dabei gebührend gefeiert, und jede Platzierung wurde mit einem kräftigen „Hoch soll sie leben“ gewürdigt.
Anschließend versorgten alle ihre Pferde, bevor der Tag auf dem Reiterhof Andresen in gemütlicher Runde und ausgelassener Feierlaune ausklang.
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