Drei Tage, eine Insel und eine Frage: Wo bleibt das Friesische in den Medien?

Im November wird Amrum zum Treffpunkt für alle, die über friesische Medienarbeit sprechen und sie verändern wollen. Der Frasche Rädj/Friesenrat Sektion Nord bringt dafür Medienschaffende, Expertinnen und Experten sowie Mitglieder der nordfriesischen Volksgruppe zusammen. Was fehlt heute – und was könnte morgen ganz anders aussehen?

Auftakt am Kamin

Vom 13. bis 15. November 2026 dreht sich auf Amrum alles um die Frage, wie Friesisch in den Medien sichtbarer werden kann. Unter dem Titel „Irgendwas mit Medien“ lädt der Frasche Rädj/Friesenrat Sektion Nord zu einer dreitägigen Medienkonferenz in die Jugendherberge Wittdün ein.

Zum Auftakt am Freitagabend steht ein Kamingespräch zum Thema Medien auf dem Programm. Am Samstag folgt unter dem Titel „Wo drückt der Schuh?“ eine Bestandsaufnahme. Impulsgeberinnen und Impulsgeber berichten aus ihrer Sicht über die aktuelle Situation.

Mit dabei sind unter anderem Eva-Maria Sommer, Direktorin der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), der Musiker und Podcaster Bente Faust („Föhr nach New York. Eine Auswanderergeschichte.“), die Journalistin Marie Busse von der Neuen Osnabrücker Zeitung („Doalslag-Dönnerdag“ auf Instagram) sowie der Redakteur und Musiker Jan Graf vom NDR („Hör mal ’n beten to“ auf NDR 1).

Neue Ideen für Friesisch

Doch die Konferenz soll nicht bei Gesprächen und Vorträgen stehen bleiben. In Kleingruppen werden zentrale Themen der friesischen Medienarbeit diskutiert und in einer Zukunftswerkstatt weiterentwickelt.

Dabei geht es um konkrete Ideen, Konzepte und Forderungen. Mitglieder der nordfriesischen Volksgruppe treffen auf Menschen, die täglich mit Medien arbeiten – und auf Expertinnen und Experten, die neue Perspektiven einbringen.

Am Sonntag berichten schließlich friesische Medienmacherinnen und Medienmacher aus ihrer eigenen Praxis. Eine Abschlussrunde beendet die dreitägige Klausur.

Was kommt danach?

Die Veranstalter wollen unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam darüber nachdenken, welche Rolle Friesisch künftig in Radio, Fernsehen, sozialen Medien und anderen Formaten spielen kann.

Die Teilnahme steht Interessierten aus der nordfriesischen Volksgruppe offen. Anmeldungen sind bis zum 31. Oktober 2026 möglich.

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es bei der Medienkonferenz des Frasche Rädj/Friesenrat Sektion Nord.

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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