Die bisherigen Zahlen stimmen zuversichtlich: Die Tourismusentwicklung bleibt insgesamt stabil. Doch nicht alle Unterkunftsarten profitieren gleichermaßen. Der Entwurf des Wirtschaftsplans für 2027 sieht schwarze Zahlen vor.

Mehr Ankünfte, unterschiedliche Entwicklungen bei den Unterkünften
Auf der letzten Verwaltungsratssitzung der Amrum Touristik AöR gab Amrums Touristikchef Frank Timpe einen Überblick über den bisherigen Saisonverlauf bis Ende August. Insgesamt konnte bei den Ankünften ein leichtes Plus von 1,5 Prozent erzielt werden. Die Zahl der Übernachtungen lag etwa auf Vorjahresniveau. Bei den Unterkunftsarten gab es jedoch deutliche Verschiebungen im Vergleich zum Vorjahr. Während die Amrumer Hotels, die Kurkliniken und der Campingplatz Zuwächse verzeichneten, gab es im großen Segment der Ferienhäuser und Ferienwohnungen ein Minus von 4,9 Prozent.
Stammgäste im Fokus: Wie Urlauber Amrum bewerten
Bei der noch laufenden Gästebefragung liegen mittlerweile mehr als 2.500 Rückmeldungen vor. Nur 11 Prozent der Amrumer Gäste sind zum ersten Mal auf der Insel, 74 Prozent sind echte Stammgäste und haben bereits mehr als viermal ihren Urlaub auf Amrum verbracht. Stammgäste sind sehr loyal, aber auch kritisch. Sie erkennen Veränderungen schnell und äußern ihre Meinung dazu.
Die Bewertung des kulturellen Angebots hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Das betrifft die Vielfalt, die Öffnungszeiten und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei den Veranstaltungen wird die Organisation etwas besser bewertet. Auch bei der Vielfalt und dem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es leichte Verbesserungen.
Investitionen geplant, Überschuss für 2027 erwartet
„Wir planen, das Bohlenwegenetz auf Amrum weiter auszubauen und zu erneuern“, so Touristikchef Frank Timpe. „Hierfür sind Investitionen in Höhe von insgesamt 820.000 Euro vorgesehen. Dafür haben wir eine Förderung von 50 Prozent beantragt.“
Der erste Entwurf des Wirtschaftsplans für das Jahr 2027 sieht bei Erträgen von 2,831 Millionen Euro und Aufwendungen von 2,761 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von rund 70.000 Euro vor. Die Planungen für das kommende Jahr orientieren sich im Wesentlichen an den Planzahlen des laufenden Jahres. Die Personalkosten – darunter die Kosten für Stellen, Tarif- und Personalaufwendungen sowie Sozialleistungen – und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen zwar, können aber durch höhere Umsatzerlöse, geringere Materialaufwendungen und niedrigere Zinsaufwendungen kompensiert werden.
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