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Amrum and the winners! Foto gemacht, gewonnen, ein Wochenende Amrum genossen…

So richtig schönes Gewinnerwetter war leider nur einen Morgen. Da hatten die Finalisten des 2014er-Fotowettbewerbs vom „Kleinen Amrumer“ bestimmt noch die Hoffnung, dass bei schönstem Sonnenschein vielleicht das ein oder andere Lieblingsmotiv vor der Linse aufgetaucht. Aber war nicht! Der Himmel wurde immer grauer, der Regen schlug und tapfer stapfte die Gruppe Paul Möller vom Naturzentrum hinterher, zur privaten Strand- und Dünenführung. Acht Gewinner gabs insgesamt, die alle für ein Wochenende nach Amrum eingeladen wurden, wobei die Erstplatzierte Joanna Möhr aus St. Gallen, der Aachener Markus Vahle sowie Frank Lauber aus Lich leider nicht dabei sein konnten. Thorsten Laninger aus Berlin zwar auch nicht, er hatte aber sein Amrum-Wochenende an seine Mutter abgetreten. Schließlich, so sein Argument, seien es seine Eltern gewesen, die ihm als kleiner Junge die Liebe zur Insel mitgegeben hätten. Dazu konnte Frank Timpe, Chef der Amrum Touristik, nur sehr glücklich nicken und einverstanden sein.

Stairway to (grey) heaven: Die Amrum-Fotowettbewerb-Gewinner 2014

Stairway to (grey) heaven: Die Amrum-Fotowettbewerb-Gewinner 2014

Dick eingemummelt gings also an den Strand bei Norddorf, alles tolle Hobby-Fotografen samt Begleitung , alle ohne Kamera. Absolutes Schietwetter! Einzig Kinka Tadsen, die mitgekommen war um Brennweiten-Verschlusszeit-Profitipps zu geben – falls gewünscht, hatte ihre Knipskasche, den Fotoapparat, dabei – fürs Gruppenfoto. Und das sind die Gewinner auf dem (Himmelsleiter-)Treppchen:

Wolfgang Göbel aus Buchholz, mit seiner Frau Gundula, der Amrum liebt, seit er 1980 dieser Frau auf die Insel hinterher reiste, die eigentlich eine Mädels-Reise geplant hatte, die er dann heiratete, mit ihr Kinder bekam, die Vater und Mutter letztes Jahr – zur ungestörten Vorbereitung des Silberhochzeitsfestes – in den Zwangsurlaub schickten, wo dann das Gewinnerbild entstand (Regenfront in Steenodde).

Gerd Dehl (Quermarkenfeuer vor Sturmfront) ist ein alter Hase im Gewinnen von Amrumer-Fotopreisen: es war sein fünftes Mal! Das Spezialgebiet des Darmstädters sind eigentlich Künstlerportraits und Makros. An Amrum schätzen er und seine Frau Ulrike das NICHT: nicht so groß und nicht so mondän.

Christin Brokfeld räumte gleich zweimal ab: für ein Sonnenuntergangs-Doppel. Ihr absolutes Lieblingsmotiv, wie sie sagt, eigentlich in Kombi mit ihrem Hund. Der aber wollte nicht, also nahm sie ein Boot und den Hafen – und gewann. Die 23-Jährige, die in Bielefeld Umweltwissenschaften studiert, wurde von ihrem Freund Jan begleitet. Die beiden kommen jeden Sommer für zwei Wochen auf die Insel.

Die Autorin dieses Artikels mit Wolfgang Göbel

Die Autorin dieses Artikels mit Wolfgang Göbel

Achim Lutter aus Köln hat in Leverkusen mal die Rheinbrücke fotografiert, zum Wettbewerb eingeschickt und gewonnen. Dann hat er letztes Jahr, als er mit Freunden eine Radtour über Sylt und Amrum machte, das Boot im Watt hinter seiner Wittdüner Pension fotografiert, zum Wettbewerb eingeschickt – und gewonnen. Glück muss man haben!

Und Hilka Laninger, die ihren Sohn Thorsten vertrat, weil sie es war, die ihm seit 1976 die Insel-Liebe schenkte (und er keine Zeit hatte, zu kommen), konnte erzählen, dass der Junior, inzwischen auch schon 40 Plus immer noch gern aus dem Zeltplatz wohnt, wo letzten Sommer im August bei den einzig verregneten Wochen des Jahres das Postkartenmotiv “Leuchtturm vor grauer Wolkenwand“ entstand.

Apropos graue Wolkenwand: die schob sich immer enger um die Gruppe, die zeitweise wie eine Herde mit dem Rücken zum bösen Windfeind, Schulter an Schulter einen engen Kreis  um den Experten vom Naturzentrum formte, er alles über das Weiche-Hinterteil-Problem des Einsiedlerkrebses wusste (weshalb der sich in Wellhornschneckenhäusern versteckt) und über den einst steten Tausch von tierischen Produkten gegen Strandhafer zwischen den Insel Föhr und Amrum.

Am Abend trafen sich die Gruppe im Romantik Hotel Hüttmann wieder, schön hinten im großen, gemütlichen Esszimmer mit Flügeltür, Bauernschrank und einem riesigen Tisch. Kai Quedens war zu Besuch, Sven Sturm und Amrum-News Chefredakteur Peter Lückel, auch ein Jury-Mitglied beim Fotowettbewerb. Leckeres Essen wurde serviert, schöne Geschichten erzählt. Etwa die von Frank Timpe,  der während seines ersten Kleinen-Amrumer-Fotowettbewerbs vor vier Jahren seinen Stammplatz neben dem Papierkorb hatte, in den die anderen Jury-Mitglieder, bereits Profis im Umgang mit dem eingesandten Material, die ausgesonderten Fotos warfen. Aus den Tiefen des Eimers soll man Timpe immer nur rufen gehört haben: oh, nein, das kann doch nicht weg! …. aber guckt doch mal!… und was ist mit dem?

Sven Sturm, Lehrer an der Öömrang Skuul und Leiter der Foto-AG dort, hatte sein kurzweiliges, wahrscheinlich mindestens drei Stunden langes Lehrstück über Makro- und Naturfotografie für die Gäste auf oberspannende 20 Minuten eingedampft: heiße Fotos seiner Abenteuerreisen gabs zu sehen, inklusive eye-to-eye-Fotos mit Braunbär, Basstölpel und Kegelrobbe.

Im herrlich prägnanten Erzählduktus eines alten Seebären stieg Kai Quedens mit ein und verbreitete Geschichten über Miesmuscheln mit Pommes, Amrumer Seemänner, die Rettungswiege der Sturmflut-Kinder von Langeneß und den Hörnumer Tabakkrieg.

Es war extrem nett am Tisch, was sicherlich auch an dem hervorragenden Essen lag! Peter Kossmann, Norddorfs Bürgermeister und Hüttmann-Hotel-Eigner kam immer mal wieder hinzu und stellte die vielen Gänge vor. Die sehr krabbige Krabbensuppe (aus Schalen gekocht und gestampft), die oberzarten Rinderrouladen und das feine Eis mit Fruchtgrütze. Echt (friesisch) gut!

Die Runde konnte sich einig sein: Es lohnt sich, den Amrumer Fotowettbewerb zu gewinnen! Das Thema fürs nächste Jahr ist übrigens „Glücksmomente“. Genau so einen haben die Gewinner 2014 dann zum Schluss des Abends noch gehabt. Sie mussten nämlich nicht weit laufen ins Bett. Alle durften im schönen Hüttmann-Romantik-Hotel schlafen.

Fotos: Kinka Tadsen

PETER LÜCKEL
TIDENWEG 7
25946 WITTDÜN AUF AMRUM
FON 0 46 82 – 2785
MOBIL 0170 – 381 7441
WWW.PADDEL-GRAFIK.DE


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Über Undine Bischoff

Journalistin und Texterin. Fuhr mit drei Jahren zum ersten Mal über den Kniep – in einer Schubkarre. Weil ihr Vater da draußen eine Holzhütte baute, zwanzig Feriensommerjahre lang. Betextet Webseiten und Kataloge, schreibt für verschiedene Medien und natürlich für Amrum News.
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