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Gelungene Auftaktveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehren von Amrum

„Wenn DU nicht kommst, wer kommt dann?“ Mit diesen Worten begann die Auftaktaktion der Mitgliederwerbung der vier Freiwilligen Feuerwehren von Amrum. Alle haben sich zusammengetan um diesen besonderen Tag zu einem großen Motivations Tag zu gestalten.
„Die Insellage macht unsere Wehren zu etwas Besonderem, wir stehen alle füreinander ein, jedoch sind wir auch alle auf uns alleine gestellt, denn wir haben nur UNS. Per Luft oder Wasser kann Unterstützung  kommen, doch das mit einem Zeitverlust der im Notfall nicht tragbar wäre“, erklärt Ortswehrführerin Süddorf/Steenodde und stellv. Gemeindewehrführerin von Nebel Claudia Motzke. Sie ist eine der Initiatoren rund um die Mitgliederwerbung und gerade sie als vierfach Mutter, berufstätig und „nebenbei“ noch eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin gemacht und diese bereits erfolgreich abgeschlossen, zeigt, dass ein Argument wie „ich habe keine Zeit“ keines ist.
Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier unterstrich diese Argumente auch in seiner Begrüßungsrede und dankte zu allererst seinen Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen und engagierten Einsatz. Immer und jederzeit sind sie da. Weit über den Brandfall hinaus ist die Feuerwehr im Einsatz; ob es die Ölspur auf der Straße ist, eine vermisste Person, Unfallstelle, Fährunglück, Person im Watt, Rettungswege frei schneiden bei Stürmen und so weiter und noch mehr, die Feuerwehr ist zur Stelle und ist 24 Stunden standby. Bernd Dell-Missier stellte heraus wie wichtig die Feuerwehr ist und wie wichtig diese Auftaktaktion ist, er freue sich wenn sich einige dadurch entscheiden, doch mit dabei zu sein, denn die Kameradschaft macht auch Spaß. „Was nützt mir das schönste Feuerwehrauto, wenn keiner an der Spritze steht“, mit diesem Zitat eines Feuerwehrmannes betont der Bürgermeister nochmals das eine Feuerwehr ohne seine Kameraden/innen keine Feuerwehr ist: „Es reicht nicht mehr sich auf andere zu verlassen, es ist an der Zeit selbst aktiv zu werden. Die Feuerwehr braucht DICH!“
Amtwehrführer Joachim Christiansen und weitere Vertreter der Feuerwehren von Föhr und dem Festland waren gekommen, um an diesem wichtigen Tag dabei zu sein. Landrat Dieter Harrsen hat für diese Veranstaltung den weiten Weg auf die Insel gemacht, denn auch er sieht die Notwendigkeit der Inselfeuerwehren: „schon in der Jugendfeuerwehr wird der Grundstein gelegt, Persönlichkeitsentwicklung gefördert und Verantwortung und Teamgeist geschult.“ Er wünsche viel Erfolg für die gelungene Auftaktaktion.
Den Start dafür machten 2200 weiße Luftballons, die für die Einwohnerzahl von Amrum standen, nur 100 davon waren rot, diese standen für die auf der Insel tätigen Feuerwehrmänner und -frauen, so wurde das Verhältnis Einwohner/Feuerwehrmänner am Himmel sehr deutlich. Zu erwähnen sei, dass die Luftballons alle ohne Schnüre und per Hand zugebunden waren, aus speziellem Naturlatex, der sich zersetzt und so keine Belastung für die Umwelt sei.
Mathias Hölck und Peter Lückel waren an diesem Tag die Männer am Mikrophon und leiteten nicht nur durch das Programm sondern luden auch verschiedene Gäste auf das „rotes Sofa“ ein. Ortswehrführerin Claudia Motzke, Ortswehrführer Oliver Ziegler, Feuerwehrfrau Susanne Jensen, PSU Peter Lückel und Lars Thomas, Inselärztin Dr.Claudia Derichs, Ausbilder und Gemeindewehrführer Jens Lucke, Jugendwart Norman Peters zusammen mit Jugendfeuerwehrmännern Levin Theus und Tom Isemann und Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier. Dieser stellte auch hier noch einmal heraus, das jeder der Insulaner ein Stück Amrum sei und sich selbst an die Nase fassen muss. Auch sei die Feuerwehr ein tolles Instrument um sich auf der Insel zu integrieren, Anschluss zu finden, wenn man zugezogen sei.
Interessante Themen rund um die Feuerwehr erfuhren die Zuschauer, einen Einblick in die Ausbildung, den Ablauf bei den monatlichen Übungsabenden und auch ein paar persönliche Dinge aus dem Leben von Feuerwehrjungs, -fauen und -männern entlockte Mathias Hölck seinen Interview Partner/innen.
Sicherheitsbeauftragte der Feuerwehr Tobias Schmidt zeigte zusammen mit Sven Tietze wie eine korrekte Atemschutzkleidung angelegt und getragen wird. Rund um das Gelände des Mühlenstadions gab es natürlich viele Sachen zum Mitmachen und Zuschauen: Demonstration eines Fettbrandes, einen Atemschutzpacours, Kistenstapeln, Feuerwehrautofahren, Schutzkleidung anprobieren, Sandsackfüllmaschine und eine der Hauptattraktionen war das Zerschneiden eines Autos und Befreiung einer sich darin befindenden Person. Mit grossen Augen verfolgten die Kleinen und Grossen das Zerlegen so eines Autos, was moderiert und erklärt wurde von Peter Lückel und Gemeindewehrführer Dietmar Hansen.
Der rund um ereignisreiche und sehr gut besuchte Nachmittag wurde durch die Tombola beendet, bei der Nanning Tadsen den Hauptpreis, ein I-Pad Air, gewann und sein Bruder Broder Tadsen war der Schnellste im Atemschutzpacour und hatte sich so ebenfalls einen tollen Preis verdient.
„Doch einen der größten Preise nämlich unseren unglaublichen Dank haben sich die tatkräftigen Helferinnen und Helfer verdient, die dieses Fest erst möglich gemacht haben. Allen voran die Frauen der Feuerwehrmänner, die wieder unermüdlich gebacken haben und den gesamten Nachmittag hier waren zum helfen!“, kam aus den Reihen der Gemeindewehrführer, die dankbar waren, das alles reibungslos und toll geklappt hat an diesem Auftakttag. Weitere Aktionen zur Mitgliederwerbung wird es über das Jahr noch geben, denn es wird weiterhin heissen : Wenn DU nicht kommst, wer dann?
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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.
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