Startseite » Geschäftswelt » Zur Eröffnung eine Jause bis morgens um halb zwei

Zur Eröffnung eine Jause bis morgens um halb zwei

 

Wittdün hat ein neues Restaurant: das „Stadl am Meer“.

Wie bitte, nicht d e r Stadl? Doch. Also Bayern am Meer? Nein. Österreich! Österreich plus Norddeutschland – vereint auf einer Amrumer Speisekarte, mit einem Hauch von Slowakei. Wie gut das stimmungsmäßig zusammenpasst, davon konnten sich am Sonnabend die vielen Gäste im Achtern Strand 12 überzeugen. Kulinarisch geht es aber erst jetzt richtig los.

Macht Lust auf mehr…

Im Haus des bisherigen „Strandvogt“ weht ein frischer Wind – helle freundliche Einrichtung, große Terrasse und ein junges, hoch motiviertes Team um Sandra Ilian und Alexander Dvornik. Sie bringen einen reichen Erfahrungsschatz aus Gastronomie und Einzelhandel mit, ihren Küchenchef, Tomáŝ Michálilk, aus dem Ual Öömrang Wiartshüs und nicht zu vergessen: Ines und Anna im Service.

„Kein Aprilscherz!!! Wir öffnen am 1. April 2017 um 17:00 Uhr unsere Türen. Alle Freunde, Bekannten und Neugierigen sind herzlich eingeladen“, hatte das Stadl-Team auf Facebook geposted und sich bis ins Kleinste gut vorbereitet:

Sandra Ilian und Alexander Dvornik

In feschen, kurzen Lederhosen – (eine echte Frischzellenkur, die freche Kombination aus beinfreier Trachtenhose und Tatoo über kurzen, flotten Stiefeln!) – begrüßte das gut gelaunte Team seine Gäste mit einem wunderbar fruchtigen Perlwein aus Italien (Graf Dracula ließ grüßen) und einer alpenländischer Brotzeit auf den Tischen.

Im Laufe des Abends wurden herzhaft leckere Grüße aus der Küche serviert, unter anderem ein köstlicher Liptauer und ein butterzartes, süß-pikantes Rindergulasch als kleiner Vorgeschmack auf die ganz bewusst klein gehaltene Tageskarte. Auf der finden sich traditionelle österreichische und norddeutschen Gerichte: Klassiker wie Tafelspitz und Wiener Schnitzel, Labskaus, gebratene Heringe, Wolfsbarsch und Matjestartar, um nur einige zu nennen, eine gut sortierte Auswahl an Weinen und Obstbränden und unter den Süßspeisen natürlich Palatschinken und Kaiserschmarrn. Kein Cross-Over. „Gut bürgerliche Küche für jedermann. Frisch, ein bisschen regional, ein bisschen saisonal“, beschreibt Alex das Küchenkonzept.

„Was ist denn Dein Lieblingsgericht auf der Karte?“, frage ich nach. „Fisch, Fleisch, alles was schmeckt“, mischt sich da der junge Küchenchef ein und deutet lachend auf seinen kleinen Bauchansatz. „Und was könnt Ihr mir empfehlen?“, versuche ich es erneut. „Alles. Wir haben nur auf der Karte, was uns selbst schmeckt“, lautet unisono die Antwort und sie klingt glaubwürdig.

„So schmeckt Heimat auf gut norddeutsche und österreichische Art“, schreiben Sandra und Alex auf ihrer Facebook-Seite, und ihr Konzept ist stimmig, weil es zu ihnen passt. Beide leben schon viele Jahre auf Amrum, haben sich hier in der Gastronomie kennengelernt. Sandra, die ursprünglich aus Nordhessen stammt, hat in Wittdün einst die „Fischbutze“ mitgegründet und dann acht Jahre im früheren „Treffpunkt“ gearbeitet. Alex, unüberhörbar ein Wiener, hat die österreichische Küche von der Pieke auf gelernt, aber auch das Krabbenkochen bei Andreas Thaden, auf dessen Kutter er eine Saison mitfuhr, bevor auch er dann im „Treffpunkt“ und später im Ual Öömrang Wiartshüs anheuerte. Koch Tomáŝ stammt aus der Slowakei und kam durch Alex nach Amrum zum Ual Öömrang Wiartshüs. In den Wintersaisons haben alle drei immer wieder mal in Österreich zusammen gearbeitet, sogar in einem Stadl. Sie sind ein gutes Team, verstehen sich auch privat.

„Es war jetzt einfach an der Zeit, ein eigenes Restaurant zu eröffnen“, sagt Alex. Das „Stadl am Meer“ wird – außer im November – auch in den Wintermonaten geöffnet sein. „Wir wollen für die Urlaubsgäste u n d für die Amrumer da sein. Bei uns kann man abends auch einfach nur mal bei einer Vesperplatte und einem guten Glaserl Wein zusammen sitzen“, betonen die frisch gebackenen Wirtsleute, die sehr viel Wert auf einen guten Service legen: „Frisch, freundlich und zuvorkommend“ soll er sein. „Unsere Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen.“

Und tatsächlich, wen ich auch nach der fröhlichen Eröffnungsfeier am Sonnabend fragte, berichtet: „Wir sind viel länger geblieben, als wir eigentlich wollten.“ Welch’ ein Kompliment für das Stadl-Team! Und die letzten Gäste gingen erst kurz vor zwei.

Restaurant-Info:

„Stadl am Meer“, Achtern Strand 12, 25946 Wittdün auf Amrum, Tel. 04682-9983464

Öffnungzeiten in der Saison: 11.00-14:00 Uhr und 17:00-21:30 Uhr. Dienstag Ruhetag.

Es wird ein wechselnder Mittagstisch angeboten. Kinder sind willkommen.

 

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email

Über Astrid Thomas-Niemann

Astrid Thomas-Niemann ist gelernte Schifffahrtskauffrau sowie studierte Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin. Sie hat viele Jahre als Schifffahrtsanalystin gearbeitet und lebt seit 2015 in Wittdün. Als junge Frau kam Astrid 1981 das erste Mal auf die Insel und besuchte auf Zeltplatz II die Niemanns aus Hamburg, die Amrum seit 1962 urlaubsmäßig die Treue halten, inzwischen bereits in der 4. Generation.
WP Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com