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Tolles Wetter und ein maritimes Rahmenprogramm zogen wieder viele Besucher zum Steenodder Molenfest!

Fragt man mal bei den Einheimischen nach, so ist das Steenodder Molenfest für viele das schönste Dorffest des Jahres auf der Nordseeinsel Amrum. Einmal im Jahr verwandelt sich das sonst eher beschauliche und ruhige Kapitänsdorf im Osten vom Amrum für einen Tag lang zum absoluten Hotspot der Insel. Am vergangen Samstag war es wieder einmal soweit. Und schöner hätte auch das Wetter, mit strahlendem Sonnenschein und sommerlichem Temperaturen, sicherlich kaum sein können. Die AmrumTouristik und der Segelverein ASRV hatten zu diesem maritimen Sommerfest eingeladen und viele Amrumer und Urlaubsgäste der Insel aber auch traditionell einige Besucher von der Nachbarinsel Föhr, die das Molenfest z.B. für eine Bootstour nach Amrum nutzten, waren nach Steenodde gekommen.

Ab 15:00 Uhr begann das bunte Treiben auf der Steenodder Mole, auf der es sonst größtenteils eher ruhig zugeht. Die Besucher erwartete ein buntes Rahmenprogramm mit einer Vielzahl von Ständen und zahlreichen Attraktionen wie z.B. dem Kinderschminken mit dem Kinderprogramm der AmrumTouristik, Informationsständen der Schutzstation Wattenmeer und des Vereins Jordsand, sowie zahlreichen Ständen mit handwerklichen Erzeugnissen, Süßwaren, sowie Ständen die verschiedene  Speisen und Getränke. Wie in den Vorjahren kam auch der im benachbarten Seezeichenhafen stationierte Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ vorbei und machte am Kopf der Steenodder Mole fest. Bei einem Open Ship konnten sich Interessierte an Bord über alles Wissenswerte rund um das Schiff und seine Aufgaben informieren.

Ab 15.30 Uhr fanden bei der Optimisten- und Piratenregatta auch in diesem Jahr wieder spannende Segelwettbewerbe statt. Hier konnte der nordfriesische Wassersportnachwuchs von der Inseln Amrum und Föhr sein Können einem großen Publikum demonstrieren und zeigte dabei wieder tolle Leistungen. Bei den Optimisten gewann mit Ole Sturm nach langer Zeit wieder einmal ein Amrumer. In den letzten Jahren war der Sieg regelmäßig nach Föhr gegangen. Aber auch der Föhrer Segelnachwuchs konnte sich mit den Plätzen 2-7 von 16 Startern über ein starkes Teamergebnis freuen. Als zweitbester Amrumer kam Max auf dem 8.Platz ins Ziel. In der Piratenklasse sicherten sich Pelle und Gerret den Sieg, gefolgt von Ennes und Mads auf dem zweiten Rang sowie Kati und Marten und Liv und Aenne auf dem geteilten dritten Rang.

Stimmungsvoller Höhepunkt und das Highlight der Veranstaltung war natürlich wieder die über die Jahre zur Kultveranstaltung gewordene Papierbootregatta, zu der in diesem Jahr fünf Boote angetreten waren. Drei von ihnen kamen von der Amrumer Öömrang Skuul, die beiden anderen von der Fachklinik Satteldüne. Nach den Erfahrungen der vergangene Jahre, bei denen die Amrumer Schülerinnen und Schüler meist deutlich die Nase vorn hatten, wurde das Reglement diesmal etwas verändert. So mussten die großen Boote der Öömrang Skuul anders als die Konkurrenz einen etwas weiteren Kurs fahren. Die Crews der Satteldüne erwiesen sich diesmal jedoch als sehr gute Ruderer bzw. Paddeler und nutzten diesen Vorteil gekonnt aus um mit beiden Booten einen Doppelsieg einzufahren. Auf Platz drei folgte der Zweier vom Tom Isemann und Jaap Oke Tadsen aus der 9. Klassenstufe vor den großen Booten der 8.Klasse und dem Titelverteidiger aus der 7.Klassse. Trotz all der Rivalität untereinander stand jedoch wieder einmal der Spaß an der Sache im Vordergrund. Alle Crews hatten wieder tolle Boote gebaut, die den Einsatz in den Nordseewellen fast unbeschadet überstanden haben.

Nach den Boots-Wettbewerben und der anschließenden Siegerehrung begann auf der AmrumTouristik-Bühne das musikalische Unterhaltungsprogramm. Wie es sich für ein maritimes Fest gehört, gab der Amrumer Shantychor ein rund einstündiges Platzkonzert und präsentierte wie gewohnt einen bunten Strauß an Liedern rund um die Seefahrt. Im Anschluss sorgte DJ Paddy für Stimmung und musikalische Unterhaltung. Bis kurz vor Mitternacht wurde wieder ordentlich gefeiert und getanzt. Alle Nachtschwärmer die dann immer noch nicht genug hatten, konnten anschließend im 54 Grad Nord am Nebeler  Strandübergang bis in die frühen Morgenstunden weiterfeiern. Als die Sonne mit einem schönen Sonnenuntergang hinter der Amrumer Westküste im Meer verschwunden war, konnten sie die Besucher noch über einen sehenswerten Mondaufgang über der Amrumer Südspitze freuen. Es war wieder ein stimmungsvolles und schönes Molenfest. Und nicht nur die Amrumer freuen sich bereits jetzt schon aufs nächste Jahr und auf das Steenodder Molenfest 2019!

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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