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!! Verantwortungsvolles Handeln im Wald, den Dünen und der Heide schützt vor Bränden!!

Fantastisches Sommerwetter aber extrem trockene Vegetation – die Feuerwehr fordert umgehende Maßnahmen zur Wiederherstellung der Zuwegungen im Amrumer Wald….

 

Einsatzbereit – die Amrumer Feuerwehren

Auch wenn der offizielle Waldbrandindex für die Insel Amrum derzeit mit Status 3 noch nicht bei der höchsten Waldbrandstufe 5 angelangt ist, bangen die Amrumer Feuerwehren um den Amrumer Wald. Anlässlich einer Wehrführerdienstversammlung, an der auch die drei Bürgermeister, sowie Vertreter des Forstverbandes und der Versorgungsbetriebe Amrum A.ö.R. teilnahmen, verdeutlichte Klaus-Peter Ottens, stellvertretender Amtswehrführer des Amtes Föhr-Amrum, die Sorgen der Amrumer Wehren.

Die derzeit hohen Lufttemperaturen, gepaart mit dem seit vielen Wochen ausgebliebenen Regen, der Schauer vom vergangenen Wochenende konnte dabei keine Entspannung bringen, trockneten die Vegetation auf Amrum enorm aus.

Dünengras und Heide knochentrocken

Auf Amrum sind es gerade die reizvollen und nahtlosen Übergänge der Vegetation, von Dünen, Wald und Heideflächen, die eine große Gefahr für Flächenbrände darstellen. Selbst wenn der Wald noch ein gewisses Feuchtepotenzial in seinem Bodenbewuchs gespeichert haben könnte, so sind doch Dünengras und Heide knochentrocken.

„Ein Brand wäre schlichtweg eine Katastrophe“, zeigt sich der Feuerwehrmann besorgt.

Was allerdings bei diesem Treffen verdeutlicht wurde und an diesem Abend in einem Sofortmaßnahmenkatalog formuliert wurde, ist die derzeit stark eingeschränkte Befahrbarkeit für Einsatzfahrzeuge auf den Waldwegen.

stark eingeschränkte Befahrbarkeit …

„Wir reden hier nicht nur von heruntergerissenen Blaulichtern, sondern über kapitale Schäden an den Einsatzfahrzeugen im Einsatzfall“, waren sich die Wehrführer einig. Hier sei der Forstverband Amrum, in dem die Waldbesitzer der Insel organisiert sind, ganz klar aufgerufen, umgehend die Tangenten auskömmlich freischneiden zu lassen. Ansonsten ist es unmöglich im Brandfall das Löschwasser über die weitläufigen Strecken zu transportieren.

„Wir haben seitens der Versorgungsbetriebe Amrum A.ö.R. eine gesicherte Löschwasserversorgung auf der Insel“, versicherte Wassermeister Tewe Thomas seitens des Unternehmens. Die insulare Transportleitung sei ein Ringleitungsverbund mit einem umfangreichen Hydrantensystem. Von diesen Wasserentnahmestellen, müsse die Feuerwehr im Einsatzfall das Wasser aber noch über hunderte von Metern in die Wald-, Heide, und Dünenflächen transportieren.

Findlinge versperren die Durchfahrt

Nebels Bürgermeister Cornelius Bendixen versprach seitens des Bauhofs die abgesperrte Tangente von der Landesstraße Richtung Vogelkoje, auf der derzeit große Findlinge die Durchfahrt für den nicht zugelassenen Autoverkehr unterbinden, für die Einsatzfahrzeuge zu öffnen und mit flexiblen Sperren zu versehen.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die jetzt so dringlichen Freischneidemasnahmen eigentlich schon im Frühjahr hätte geschehen müssen und zukünftig die Kontrollen des Lichtraumprofils von mindestens 4 Metern auch ohne den Aufruf der Feuerwehren erfolgen müssen. Christian Engels als Mitglied des Vorstands des Forstverbandes sicherte zu, dass umgehend der zuständige Förster kontaktiert werde, um die Maßnahme fachgerecht durch zu führen.

Wie Ottens stellvertretend für die Amrumer Feuerwehren erklärt, sind bei solchen Wetterlagen die Sinne der Feuerwehren besonders geschärft. Leider verstehen es die Nachtschwärmer nicht immer, dass auch zurückgelassene Glasflaschen und Scherben am folgenden Tag eine Brennglasfunktion haben. Sie müssen unbedingt wieder mitgenommen werden.

Daher appelliert Ottens auch in diesem Jahr an alle Einwohner und Gäste: “Mit umsichtigem Handeln und der Vermeidung von Gefahrenpotentialen uns die intakte Natur und den uneingeschränkten Genuss des schönen Wetters zu sichern. Aufgrund der weiterhin warm und trocken gemeldeten Wetterlage wird auch noch einmal auf das generelle Rauchverbot in den Wäldern hingewiesen. Vernünftige verstehen dies auch im Bereich der Dünen und Heideflächen. Hierzu gehören selbstredend auch Grillfeuer.

Leider muss immer wieder beobachtet werden, dass aus fahrenden Fahrzeugen die brennenden Zigarettenkippen einfach weggeschnippt werden. Auch wird nochmals auf das bestehende Campingverbot außerhalb der ausgewiesenen Zeltplätze auf der Insel hingewiesen.

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.
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