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»Pick Up 3 Pieces« und ein Triceratops-Saurier …

»Pick up 3 pieces« ist (m)ein guter Anfang …

Die Idee ist naiv und mühelos umzusetzen: Wer am Meer ist, soll stets drei Stücke Plastik einsammeln. Die Kampagne »Pick up 3 pieces« hatte ich auf Facebook entdeckt.

Unser erster Strandspaziergang auf Amrum. Wild die Wellen. Weiß der Sand. Nur eine orangerote Plastikschnur leuchtete von weitem. »Muss das sein«, brummelte mein Mann, als ich sie aufhob und einsteckte. Später fand ich noch eine Tüte, einen Flaschenverschluss und ein blaues Haargummi. So ging es weiter mit geschärftem Blick. Tag für Tag. Mehr Fundstücke nach der Flut und auflandigem Wind. Dort im Seetang, ein Gummihandschuh. Hier, ein achtlos weggeworfener Dosendeckel und der verknäuelte Rest eines Fischernetzes.

In diesem Sommer wurde ich zur Plastikjägerin auf unserer geliebten Nordseeinsel. Mein Mann staunte, was ich entdeckte, weil ich bewusst danach suchte. Ein Triceratops »Dreihorngesicht«, made in China, war auch dabei. Klar, dass der Müll in den Ozeanen so einfach nicht verschwindet.

Vielleicht doch. Weltweit machen viele mit bei »Pick up 3 pieces for the sea«. Gegen Mikroplastik hilft die Aktion leider nicht. Kaum sichtbare Kunststoffpartikel finden sich nachweislich überall in der Umwelt, auch im Magen von Fischen, verendeten Seevögeln, im Gewebe von Muscheln und tonnenweise an den Stränden der Meere. Aber »Pick up 3 pieces« ist (m)ein guter Anfang. Und der Dino steht jetzt auf meinem Schreibtisch.

Ellen Dietrich für Amrum-News

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