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Tschüss MS „Rungholt“ …


Die MS Rungholt vor Wittdün

Seit Mai 2018 prägte de MS „Rungholt“ als „Auflieger“ das Husumer Hafenbild. In Zukunft wird die kombinierte Auto- und Personenfähre, die 1992 mit der Baunummer 1520 auf der Husumer Schiffswerft GmbH in Husum gebaut wurde, als „Nissos Chrissi“ im Mittelmeer – um die Insel Kreta ihr Einsatzgebiet haben.

Der dänische Schlepper „Hunter“ nahm am vergangenen Donnerstagmorgen die Fähre am Haken und so begann die Überführungsfahrt der ex. MS „Rungholt“ von Husum aus mit derzeit 6 Knoten nach Piräus (Griechenland). Die Ankunft ist für den 14. Dezember 2019 geplant.

Seit dem 29. Mai 1992 war das Fährschiff bei der W.D.R. in Dienst und verkehrte zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum. Namensgeber war der in der Nordsee versunkene Ort Rungholt. Die Insel Rungholt wurde bei der „Grote Mandränke“ (16. Januar 1362) oder einer späteren Sturmflut zerstört.

Nach über einem Vierteljahrhundert hatte die MS „Rungholt“ am 04. Mai 2018 ihren letzten „offiziellen“ Einsatztag auf der Inselroute, weil sie vom Neubau MS „Norderaue“ abgelöst wurde. Seither war sie in Husum aufgelegt und diente bei Bedarf als Ersatzfähre.

Am 17. Oktober 2019 verkaufte die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) die MS „Rungholt“ (Amrum News berichtete) an das griechische Unternehmen Cretan Daily Cruises. Unter griechischer Registrierung wird es das Schiff ins Mittelmeer nach Piräus überführen. Dort sind Umbauten geplant, um das Schiff als „Nissos Chrissi“ für Tagesausflüge einzusetzen.

Die ehemanlige Rungholt selbst sendet kein AIS-Signal, dafür aber der Schlepper „Hunter“, der unter https://www.vesselfinder.com/de unter der IMO-Nummer: 9468372 zu finden ist.

Amrum News verfolgt den Weg der Rungholt

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About Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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