In 80 Tagen um die Welt oder „uns rennt die Zeit davon“ …


Bis auf den letzten Platz war die Aula der Öömrang Skuul besetzt, denn alle warteten gespannt, dass der Vorhang fällt für das diesjährige Theaterstück „In 80 Tagen um die Welt“.
Großer Applaus empfing die jungen Schauspieler/innen, die das Publikum mit in das 19 Jahrhundert nach London nahmen. Auf den Spuren des minutengenauen Abenteurers Phileas Fogg. Eine Wette bringt ihn auf die Weltreise, bei der er diese in 80 Tagen umrunden will. Als Unterstützung nimmt er seine quirlige Nichte Lizzy mit. Mit dem Schiff, der Bahn, einem Elefanten und zum Endspurt auch dem Heissluftballon „fliegen” die beiden gerade zu gegen die Zeit. Von London über Paris, Ägypten, Indien, China, Japan und Amerika sehen sie zwar nicht viel von den Städten und  Ländern, nur Stundenweise halten sie sich auf. Immer mit einem Auge auf seiner Taschenuhr haben sie mal mehr, mal weniger Zeitpuffer. Natürlich erleben sie auch hier kleinere und größere Abenteuer. So retten sie der Prinzessin Aouda in Indien, die verheiratet werden soll, das Leben. Im wilden Westen werden sie von Indianern festgenommen. Immer dabei im Nacken haben sie Inspektor Fix und seinen Assistenten Fox, die Phileas Fogg eigentlich wegen dem Verdacht auf Geldraub in England hinter Gitter bringen wollen.

Es ist und bleibt die ganze Zeit spannend, schaffen sie es oder schaffen sie es nicht. Nicht vorhandene Bahnschienen lassen das Abenteuer fast scheitern. Die Zeitungen in London berichten fast täglich, denn schließlich geht es um die Summe von 20 Tausend Pfund. Als der Big Ben am besagten Wetttag zur Mittagszeit schlägt scheint alles verloren, doch die Abenteurer hatten sich um einen Tag vertan, da sie ja gegen die Zeit gereist sind haben sie den Zeitsprung von einem Tag vergessen. So taucht Phileas Fogg genau zur richtigen Minute auf und kann die Wette für sich gewinnen und auch das Herz der Prinzessin Aouda. 

Der minutenlange Applaus sprach für sich, denn es war wieder ein herausragendes Theater, in dem die Schülerinnen und Schüler über sich hinausgewachsen sind in ihren Rollen. Unterstützend dazu waren die grandiosen Kleider, Roben und selbst geschneiderten Kleidungsstücke. Eiken Schau hat hier wirklich meisterliche Arbeit geleistet und die Schauspieler/innen sahen aus wie aus dem 19 Jahrhundert Londons, dem wilden Westen, Indien, Japan, China und auch Matrosen, dies ging weit über ein “einfaches Verkleiden“ hinaus. Die Maskenbildner untermalten dies noch mit dem entsprechendem MakeUp. Kunstlehrer Rüdiger Seiffert hatte wieder die Kulissen gemalt, die Wolfgang Fastenrath mit seiner Technik Ag bestens in Szene gesetzt hatte. 
Lehrerin und Theaterleiterin Miriam Traulsen hatte über die letzten Monate wieder fleißig mit ihren jungen Schauspieler/innen geprobt. Von Einzel über Gruppentraining gab es auch wieder die traditionelle „Theaterübernachtung“. Mit so viel Spaß und Ehrgeiz setzten sich die Mädchen und Jungen mit ihren Rollen auseinander und das wurde mit kräftig Applaus aus dem Publikum belohnt. Stefan Schlichting überbrachte vom Schulverein die besten Grüße und Glückwünsche zu dem grandiosen Theater und alle Schauspieler, Maskenbildner und Techniker bekamen ein kleine Süßigkeit. Eltern, Familie und Freunde warteten die jungen Darsteller in die Arme schließen zu können und ihr Lob auszusprechen. „Einfach toll gemacht, Ihr wart Klasse!”
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About Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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