Gruß vom Mittelmeer …


Etwas gewöhnungsbedürftiger Anblick …

Noch liegt sie an der Pier im Hafen von Keratsini, einer Vorstadt von Athen und Piräus. Die MS „Nissos Chrissi“ (ehemals MS „Rungholt“) hat das Trockendock nach nur zwei Wochen verlassen und wurde an der Pier weiter aufgehübscht. Die neue äußerliche Erscheinung wird nicht von jeden Betrachter als „schön“ bezeichnet, aber das Schiff wurde nun einmal auf seine neue Aufgaben vorbereitet und das machte entsprechende Umbauten erforderlich.

Der neue Name steht schon drauf …

Die alt bewährten Rettungsmittel wurden durch das Schiffsevakuierungssystem „MES VIKING“ ersetzt, das MES (Marine Evacuation System) ist auch Herzstück auf den drei Doppelendfähren der Wyker Dampfschiffs-Reederei. Wird eine der Stationen im Notfall ausgelöst, fallen Container mit den Rettungsflößen (Rettungsinseln) ins Wasser, die sich dort in kürzester Zeit aufblasen. Über einen Rettungsschlauch wird die Verbindung zu den aufgeblasenen Flößen hergestellt. Danach können sehr schnell alle Passagiere und die Besatzung von den Sammelstationen aus in die normalerweise überdachten Flösse und damit in Sicherheit gelangen. Ganz in weiß mit einem, in Höhe des Zwischendecks, blauen Streifen (ehemals Anthrazit) liegt sie noch zu Restarbeiten im Hafen von Keratsini.

Der Name des Schiffes „Nissos Chrissi“ ist am Bug zu lesen. Aufmerksame Betrachter entdecken auf dem Oberdeck über der Kommandobrücke noch den alten beleuchteten Namen „Rungholt“. Da es auf der Linie keine Fahrzeugbeförderung gibt, wird das ehemalige Autodeck zur Unterhaltung für die Touristen genutzt. An Bord befindet sich ein Restaurant und es wird auch touristische Einkaufsgeschäfte geben. Auf dem Bug-Vorbau wurden zusätzliche Sitzbänke angebracht. Die Reiseveranstalter erwarten sehnsüchtig das Schiff auf der Insel Kreta, damit der Tour-Betreiber mit der Buchung für touristische Passagiere beginnen kann. Voraussichtlich am Dienstag wird die MS „Nissos Chrissi“ ihren neuen Abfahrthafen Kissamos auf der griechischen Insel Kreta ansteuern.
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Über Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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