Skap üüb strun …


Ein seltenes Bild bot sich den Besuchern des Norddorfer Strandes am Montagmorgen. Auf einer Sandbank in unmittelbarer Nähe des Strandübergangs lag ein Trawler (Fischkutter) ohne einen Zentimeter Wasser unter dem Kiel. Es handelte sich um die „Triton“, ein Garnelenkutter mit der Kennung GRE 16 aus Greetsiel, Baujahr 1990. Eine Nachfrage bei der DGzRS ergab, dass es sich nicht um einen Notfall handelte. Wahrscheinlich hat sich der Fischer in der Nacht von Sonntag auf Montag bewusst trocken fallen lassen um Inspektionen und kleinere Reparaturarbeiten am Rumpf des Schiffes vornehmen zu können. Dies ist ein in anderen Gegenden mit großem Tidenhub durchaus übliches Vorgehen um z.B. auch teure Liegegebühren in Werften zu vermeiden. Mit Einsetzen der Mittagsflut hat der Schiffer ohne Probleme seine Auszeit beenden können.


Diese Mail erreichte uns heute nach Veröffentlichung des Artikels:

Liebes Team der Amrum-News,

mit Interesse und Freude habe ich soeben den heutigen Bericht von Peter Totzauer über den trocken gefallenen Trawler vor Norddorf gelesen. Er weckte sofort in mir eine Erinnerung, ich griff zu einem Fotoalbum meiner Jugend und fand zwei Bilder, die zeigen, dass dieser Vorgang auch auf Amrum nicht unüblich war. Die Fotos zeigen, wie Augsut Jakobs und seine Crew den Anstrich  der MS AMRUM (ASAG), später MS STADT HUSUM, jetzt MS HAUKE HAIEN ausbesserten oder sogar erneuerten. Die Aufnahmen müssen im Sommer 1967 entstanden sein. Welches der Bilder von mir oder meiner Mutter (Elisabeth Merkle) gemacht wurde, kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Auf jeden Fall gebe ich Ihnen beide Bilder zur Veröffentlichung in den Amrum-News frei. Ich fände dies eine schöne Ergänzung zum heutigen Bericht, die zeigt, dass es diesen Vorgang nicht nur in anderen Gegenden gibt, sondern auch vor Amrum gab.

Freundlich grüßt aus Tübingen

Martin Ulrich Merkle

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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