30 Jahre im Einsatz für die St.Clemens Kirche



„Schon als Kind habe ich meinem Vater Volkert hier am St.Clemens Friedhof geholfen, er hat damals die Grabpflege gemacht. Die ganze Familie war dabei und so war es für uns Kinder immer schön hier draussen“, erzählt Jens Lucke, der in diesem Jahr sein 30 jähriges Dienstjubiläum als Küster an der St.Clemens Kirche feiert. Mit einem blumigen Dankeschön bedankten sich Pastorin Martje Brandt und Kirchenvorstandsvorsitzender Hans Peter Traulsen für sein jahrzehntelanges Engagement. Der Posaunenchor, indem Jens Lucke seit über zwanzig Jahren selbst mitspielt, dankte ihm auf musikalischen Wege. Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist Jens auf Amrum. Der Wunsch auch über den insularen Tellerrand zu schauen kam nach der Schule. Auf der Suche nach einem Lehrplatz als Garten- und Landschaftsgärtner ging Jens Lucke nach Schleswig. Er entschied sich nach der Lehre als Geselle wieder nach Amrum zu kommen, da auf dem Festland leider kein Arbeitsplatz zu finden war. Jens fing bei seinem Vater in der Gärtnerei an und 1991 trat er auch in seine Fußstapfen als Küster. Seit dem sorgt er sich um alle Arbeiten rund um die St.Clemens Kirche. Die Grab- und Friedhofspflege gehören dazu wie die Sorge um die Gottesdienstvorbereitungen, den richtigen Schag der Kirchturmuhr, die Wartung der Fahrzeuge/Maschinen und immer Ansprechpartner für alle Menschen, die den Friedhof und die Kirche besuchen. Jeder kennt Jens Lucke und er kennt die Insulaner.

Pastorin Martje Brandt, Jens Lucke und Kirchenvorstand Hans Peter Traulsen

Auch wenn sich die Friedhofskultur stark geändert hat:“ Früher haben die Menschen mehr Zeit auf dem Friedhof verbracht, um ihre Gräber in Ordnung zu halten. Fast jedes Grab wurde selbst gepflegt. Es gab einen Bezug zu den Verstorbenen. Dabei haben sich die Insulaner getroffen, Sie kannten sich aus, wußten wo wer bestattet worden war und haben Klönschnack gehalten“, erzählt Jens aus seiner langjährigen Küstertätigkeit. Diese „ Lebendigkeit“ auf dem Friedhof ginge stark zurück. „Über die Jahre habe ich auch viele Pastoren/innen und Kirchenmusiker mit all ihren individuellen Eigenarten miterlebt“, lächelt Jens, der auch immer Ansprechpartner an der St.Clemens Kirche und dem Neuen Friedhof am Ortsausgang ist. Gerne wird ein kleiner Schnack gehalten und man schaut aufeinander. Bei seiner Arbeit steht die St.Clemens Kirche immer im Mittelpunkt, doch an diesem Tag stand Jens Lucke in der Mitte und wurde für seine 30 Jahre Küsterarbeit geehrt.

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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