Viel Lernstoff und erfolgreiche Lehrgänge …


Alle Teilnehmer und Ausbilder

Geschafft! Die letzten Wochen waren für viele Kameraden der freiwilligen Feuerwehren auf Amrum vollgepackt mit Theorie und Praxis. Auf dem Programm standen ein Funk- sowie ein Atemschutzlehrgang, die den Teilnehmern einiges abverlangten um ihr Ziel, für Einsätze in ihren Wehren komplett ausgebildet zu sein, zu erreichen.

Kreisausbilder Tewe Thomas führte den Funklehrgang durch, in dem er Gruppe den theoretischen und praktischen Umgang am Funk vermittelte. Diese Ausbildung ist in der Kombination für den folgenden Atemschutzgeräteträgerlehrgang unerlässlich, um die Kommunikation zwischen den PA-Trupps und der Einsatzleitung während des Einsatzgeschehens draußen und drinnen aufrechtzuerhalten und immer in Kontakt zu bleiben. Ein ganzes Wochenende verbrachte das Team mit Ausbilder Tewe Thomas teils im Schulungsraum der Feuerwehr Nebel, teils in den Fahrzeugen unterwegs, um die erlernten Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Alle Teilnehmer haben die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Ausbilder Tewe Thomas gratulierte allen Kameraden. “Vielen Dank für Eure geleistete Zeit und Euren Einsatz, sich im freiwilligen Ehrenamt zu engagieren. Dass ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich”, betonte der Kreisausbilder, der sich für die Zukunft noch viele neue und weitere freiwillige Kamerad*innen in den Inselwehren wünschen würde, um die Einsatzfähigkeit aller zu erhalten. “Auf der Internetseite www.feuerwehr-amrum.de gibt es viele Informationen zu unseren Aufgaben. Einfach mal vorbeikommen, reinschnuppern und einen Übungsdienst mitmachen- wir sind da”!

Eine Woche später schloss sich der Lehrgang für die Atemschutzgeräteträger an, der im Wechsel theoretische und praktische Unterrichtseinheiten beinhaltete. Der stellvertretende Amtswehrführer Föhr-Amrum Jörg Carstensen führte in seiner Funktion als Kreisausbilder Atemschutz den Lehrgang auf Amrum durch.

“Seit 2008 bin ich als Ausbilder bei der Feuerwehr tätig und zuständig für die Inseln Amrum und Föhr, sowie auch für die Halligen. Der Job als PA-Träger bei der Feuerwehr ist sehr wichtig, weil heutzutage viele Materialien verbaut werden, die sofort giftige Gase und Dämpfe entwickeln, wenn sie brennen. Von daher müssen wir viele Atemschutzgeräteträger für die Einsatztätigkeiten vorhalten. Es ist unheimlich große Manpower nötig, wenn es richtig zur Sache geht”

In den praktischen Teilen wurden reale Situationen nachgestellt. “In einer sogenannten “Trockenübung” wird das Gerätehaus mit allen möglichen Hindernissen zugestellt. Die ausgerüsteten Kameraden müssen durch diesen Parcours hindurch, zudem wird auch ihre Sicht durch eine zusätzliche Verdunkelung auf Nullsicht reduziert. Extern erzeugter Lärm soll die Situation noch realer wirken lassen”, erklärt Ausbilder Tewe Thomas. Auch unter Atemschutz zu marschieren und eine größere Strecke zurücklegen mag im ersten Moment vielleicht als nicht so superschwierig zu erscheinen – aber es sollte nicht unterschätzt werden. Die Ausrüstung der PA-Träger allein wiegt schon mehrere Kilo. Und diese müssen zusätzlich zur persönlichen Schutzausrüstung angelegt und mitunter sehr lange werden – da heißt es fit sein! Besonders, wenn es dann am Sonntagmorgen zur Abschlussprüfung auf den Amrumer Leuchtturm geht.

“Wir machen diese Übung nach dem Lehrgang auf Amrum immer sehr gern im Leuchtturm mit seinen vielen, vielen Stufen. Das ist heute die Abschlussprüfung. Jeder, der das hier schafft ist einfach fit für den Job. Für jeden Einzelnen ist es immer wieder eine gute Selbstkontrolle, wo man mit seiner persönlichen Fitness steht”, betont der Kreisausbilder. Und das sie alle fit sind haben sie am Sonntag bewiesen – denn sie haben bestanden und wurden dafür mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Doch bevor sie als ausgebildete PA-Träger voll einsatzbereit sind, müssen alle noch einmal durch die Atemschutzstrecke. Durch die Pandemie war die Strecke in Niebüll sehr lange geschlossen, und das Üben blieb tatsächlich lange auf der “Strecke”… “Dafür haben wir eine Lösung gefunden”, berichtet Jörg Carstensen. “Nun kommt eine mobile Atemschutztrecke auf die Inseln. Vom 09. bis 15. Juli können sich alle Atemschützer jeweils auf Föhr und auf Amrum prüfen lassen. So haben wir eine große Zeitersparnis und wesentlich weniger Aufwand. Allerdings ist es eine recht kostenintensive Investition von insgesamt 13.500 €, wobei die Hälfte der Kosten von einem externen Sponsor übernommen und die Restsumme von den jeweiligen Gemeinden auf Föhr und Amrum getragen wird”.

Jörg Carstensen sprach den zwölf Kameraden am Ende des Prüfungstages seine Glückwünsche zum bestandenen Lehrgang aus, mahnte aber auch zur Besonnenheit und Vernunft im Einsatz. “Bleibt immer ruhig und vernünftig im Einsatz und achtet im Ernstfall gut aufeinander, denn Ihr sollt alle immer wieder gesund zu Euren Familien nach Hause kommen”. Alle Lehrgangsteilnehmer bedankten sich bei ihrem Ausbilder mit einem kräftigen Applaus für ein intensives und lehrreiches Wochenende und auch die Wehrführungen möchten an dieser Stelle Jörg Carstensen ihren Dank aussprechen, der innerhalb kürzester Zeit zwei Atemschutz-Lehrgänge auf Amrum durchgeführt hat.

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Über Susanne Jensen

Susanne Jensen wurde 1965 in Hamburg geboren. In Appen bei Pinneberg aufgewachsen, kam sie nach der Erzieherausbildung 1985 auf die Nordseeinsel. Die Mutter von zwei heut erwachsenen Söhnen arbeitete anfangs einige Jahre in der Fachklinik Satteldüne und war dann von1992 bis 2016 als Erzieherin in den Kindergärten Wittdün und Nebel beschäftigt. Nun ist Susanne wieder tätig als Erzieherin in der Fachklinik Satteldüne.

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