Deutschlands größter Schwimmkran hat Krabbenkutter geborgen …


Schlepper „Arion“ mit Schwimmkran „Enak“

Zwischen Hooge und Langeneß war am späten Abend des 17. September im Maschinenraum eines hölzernen Krabbenkutters ein Feuer ausgebrochen. Die zwei Besatzungsmitglieder verletzten sich beim Löschversuch, konnten sich aber rechtzeitig in eine Rettungsinsel begeben. Ein zufällig sich in der Nähe befindlicher Rettungshubschrauber wurde durch eine rote Signalrakete Aufmerksam und entdeckte die Schiffbrüchigen. Der Hubschrauber der Nothern Helicopter AG winschte die beiden Männer an Bord und flog sie in ein Krankenhaus. Da erhöhte Explosionsgefahr an Bord des Krabbenkutters bestand hielten die Seenotretter Abstand zum lichterloh brennenden Schiff und ließen es kontrolliert abbrennen. Später sank das ausgebrannte Holzschiff.

Am Morgen des 9. Oktober brachte der Schlepper „Arion“ den Schwimmkran „Enak“ von Hamburg auf Position in die Süderaue. Im Laufe des Samstagmittages wurde das Wrack des Kutters geborgen und mit der MS „Catjan“ nach Schlüttsiel abtransportiert. Schlepper und Schwimmkran machten sich nach getaner Arbeit wieder auf den Weg in Richtung Hamburg wo sie am frühen Sonntagmorgen im Ellerholzhafen festmachten.
Von der Südspitze Wittdüns konnte man den riesigen Schwimmkran bei seinem Einsatz beobachten.

Mehrzweckschiff des Bundes, die 79 Meter lange „Neuwerk“.

Ein weiterer Blickfang am Nachmittag, dort ankerte in der Norderaue das derzeit größte Mehrzweckschiff des Bundes, die 79 Meter lange „Neuwerk“.
Der Schwimmkran „Enak“, ist 55 m lang und 25 m breit. Er hat eine Hebeleistung von 600 Tonnen und ist damit der stärkste Bergungs- und Schwimmkran in Deutschland. 1967 wurde der Kran in Brexen gebaut und 1993 technisch nachgerüstet.
Der „Enak“ gehört seit 2017 zur LÜHRS Schifffahrt GmbH & Co. KG in Hamburg, auch der mehr als 40 Jahre alte Schlepper „Arion“ kam 2020 in deren Flotte. Die Schiffe fahren unter deutscher Flagge mit Heimathafen Hamburg.

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Über Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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