Neuer Hubschrauberlandeplatz in Nebel …


Jeder Amrumer und die vielen Gäste kennen das Geräusch, wenn der Rettungshubschrauber der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht) den Landeplatz westlich des Sportplatzes anfliegt, um medizinische Notfälle in die Krankenhäuser aufs Festland zu transportieren. Nur 10 Minuten Flugzeit benötigt der Hubschrauber von Amrum ins Niebüller Krankenhaus. Der jetzige Landeplatz ist bisher ein Provisorium und kann deshalb nicht bei jedem Wetter angeflogen werden. Im kommenden Jahr wird der Landeplatz nun als sogenannte PIS-Landestelle (Landestelle des öffentlichen Interesses) ausgebaut. Die Gesamtkosten betragen 267.000 Euro, bei einer geplanten Förderquote von 50% der Nettokosten beträgt der Anteil der Gemeinde Nebel 154.600 Euro. Die Gemeinde Nebel plant, dieses aus dem Topf der Zentralitätsmittel zu finanzieren. Als Gemeinde mit übergemeindlichen Aufgaben ist dieses eine sogenannte Schlüsselzuweisung des Landes, die für 2020 etwa 187.000 Euro betrug.

Eine PIS Landestelle ist eine offizielle Hubschrauberlandestelle, die gesetzliche Vorgaben nach der Luftverkehrsordnung erfüllen muss. Unter anderem wird ein Beleuchtungs- und Kamerasystem installiert, welches Zentral von der Leitstelle gesteuert werden kann.

Der neue Gemeindewehrführer Oliver Ziegler (li) und sein Stellvertreter Tewe Thomas mit Bürgermeister Bendixen

Nachdem sowohl der neue Gemeindewehrführer als auch sein Stellvertreter auf der letzten gemeinsamen Sitzung der Ortswehren Nebel und Süddorf gewählt wurden, stand auf der Gemeinderatsitzung die Zustimmung der Gemeindevertretung an. Bürgermeister Cornelius Bendixen vereidigte den Ortswehrführer der Gemeinde Nebel, Oliver Ziegler, zum neuen Gemeindewehrführer der Gemeinde Nebel, und Tewe Thomas, Ortswehrführer der Feuerwehr Süddorf – Steenodde, als seinen Stellvertreter. Für einen Zeitraum von 6 Jahren wurden beide zu Ehrenbeamten der Gemeinde Nebel ernannt. „Neue Mitgliedern für unsere Feuerwehr sind jederzeit herzlich willkommen,“ so Oliver Ziegler „wir werden in der nächsten Zeit nochmals eine Initiative starten, um Amrumer Bewohner zu überzeugen, bei uns in der Feuerwehr mitzumachen“. Bürgermeister Bendixen bedankte sich auch beim Wehrführer der Ortswehr Süddorf für die Planung und Durchführung der 125 Jahr Feier. Das Fest war ein großer Erfolg und sehr gelungen.

In der Einwohnerfragestunde kam das Thema Photovoltaik-Anlagen auf Dächern in Nebel zur Sprache. Die Ortsgestaltungssatzung erlaubt dieses nicht und entsprechende Anfragen wurden in der Vergangenheit immer abgelehnt. Ein generelles Verbot scheint in Zeiten der Co2 Diskussion nicht mehr zeitgemäß und eine Installation auf nicht reetgedeckten Häusern oder versteckt auf dem Grundstück sollte eine Option sein. Bürgermeister Bendixen versprach dieses Thema an den Bauausschuss weiterzuleiten.

Neue Wetterschutz- und Infohütte zwischen Nebel und Norddorf

Entlang des Wirtschaftsweges zwischen Nebel und Norddorf wurde eine Wetterschutzhütte errichtet. Sie soll nicht nur Unterschlupf bei Regen bieten, sondern der Öömrang Ferian   wird auch Infotafeln aufstellen, die Auskunft über die Natur und Geschichte in diesem Bereich der Insel geben werden.

Es gibt vermehrt Nachfragen nach Flächen im Gewerbegebiet. „Wir werden alle Anfragen sammeln und dann überlegen, welche Möglichkeiten für weitere Flächen in diesem Gebiet bestehen,“ so Bürgermeister Bendixen.

Zum Zweck einer Klimafreundlichen Wärme- und Stromversorgung sowie des Stromvertriebes soll jetzt die Inselenergie Föhr Amrum GmbH als eine Tochtergesellschaft der im November letzten Jahres gegründeten Inselwerke Föhr-Amrum GmbHgegründet werden. Die Inselwerke Föhr-Amrum GmbH soll mit einem Geschäftsanteil von 80% (20.000 €) Mehrheitsgesellschafter werden, die verbleibenden 20% werden von der DSK Energie GmbH gehalten. Die Gemeinde Nebel beschloss dieser Gründung zuzustimmen.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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