Andere Länder, andere Sitten zu Weihnachten …


In England Father Christmas, bei und der Weihnachtsmann

Habe mal ein bisschen recherchiert, was in anderen Ländern so Brauch ist. Hier eine kleine Auswahl:

  • In Brasilien wird gefeiert und getanzt, und die ganze Nacht geböllert wie bei uns zu Silvester, Geschenke gibt´s am 25.12.
  • In Bulgarien geht das älteste Familienmitglied an Heilig Abend mit Weihrauch durch´s Haus, das soll die bösen Geister vertreiben. Geschenke bringt Väterchen Frost .
  • Father Christmas bringt in England die Geschenke und die versteckt er gern in eigens dafür aufgehängte Strümpfe am Kamin, sofern vorhanden und Strümpfe sauber! Der sogenannte
  • “Boxing day” bezeichnet auf der Insel übrigens keinen Boxkampf , sondern die Bescherung nach Heiligabend.
  • Pere Noel bringt in Frankreich die Geschenke in alle Häuser, die besonders gern mit Stechpalmen geschmückt werden.
  • Da Nadelbäume in Ghana wenig vertreten sind, nimmt man hier andere Bäume, z.B. Mangos. Geschenke gibt es erst am 26.12. , und besonders gern etwas , was auch dringend gebraucht wird, wie etwa Kleidung .
  • In Griechenland endet am 24.12. die 40 tägige Fastenzeit und es wird aufgetischt! Geschenke gibt´s erst am 31.12. durch den Heiligen Basilius, schliesslich sind wir hier bei den griechisch-orthodoxen Christen. Und eine weitere Besonderheit sind die geschmückten Schiffchen in jeder Form und Grösse in Fenstern oder auch in den Gärten.
  • Auf Island hingegen werden 13 Tage lang kleine und grosse Geschenke an brave Kinder verteilt , und zwar durch die 13 Weihnachtskerle, die Jölasveinar heissen und vom 13.12. in Erscheinung treten.
  • In Japan wird das ” Fest der Liebe” , wie es hierzulande gerne geheissen wird, wirklich zu einem solchen: Paare verbringen das Fest zusammen und nicht unbedingt mit der Familie, und Singles treffen sich auf Partys, um nicht ewig allein zu bleiben!
  • In Lettland dagegen geht´s rustikaler zu: ein Baum wird durch das Dorf gezogen, und schliesslich verbrannt um den Winter zu vertreiben. Geschenke bringt auch hier , wie im übrigen Norden, Väterchen Frost!
  • Schon am 16.12. beginnen Maria und Josef in Mexiko symbolisch mit der Zimmersuche: bei der Posada ziehen Menschen von Haus zu Haus und bitten und singen, und werden schliesslich bewirtet mit Schnaps und Gebäck. Auch traditionell wird zu Weihnachten eine Pinata zerschlagen , eine Papierpuppe mit Inhalt aus  Nüssen , Süssigkeiten und Obst, welches die  Kinder ergattern wollen.
  • In den Niederlanden feiern sie den Sinterklaas bereits am 6.12., man sieht ihn manchmal auch mit einem Boot durch die Grachten fahren. Und traditionell verschicken die Holländergerne Briefe und Postkarten in der Weihnachtszeit.
  • In Norwegen dagegen bringt der “Julenissen”die Geschenke, ein Gnom, vielleicht wie unsere”Onerbäänkin” auf Amrum… und damit die Hexen kein Unglück bringen können, wird denen das Fluggerät geklaut, indem man Wischmobs und Besen versteckt.
  • In Finnland bringt am 24.12. der “Joulupukki” die Geschenke:dabei handelt es sich entgegen der allgemeinen Erwartung eines Rentieres hier um eine Ziege!
  • In Russland wird am 31.12. gefeiert, auch hier ist die Kirche griechisch-orthodox , und die Geschenke bringt Väterchen Frost, und nicht der russische Bär (:
  • Wenn auch das Krippenspiel sehr bekannt daherkommt , so gibt es doch eine besondere Figur dabei in Spanien und Katalonien: der “Caganer” (Scheisser) ist ein Glücksbringer mit heruntergelassener Hose!! Dafür gibt es die Geschenke auch erst am 6.1. durch die Heiligen drei Könige.
  • Erblühen des ” Pohutukawa”

    In Italien wird das Weihnachtsfest schliesslich vielleicht am ausdauerndsten gefeiert: vom 6.12. bis zum 6.1. mit dem Höhepunkt am 24.12., der mit Kanonenschüssen vom Kastell St.Angelo in Rom eingeleitet wird: Essen und Trinken mit  viele Gängen sind traditionell in jeder Familie. Und die Hexe “Befana” bringt erst am 6.1. die Geschenke, so lange müssen die armen Kinder im Süden warten…

  • Noch weiter südlich, in Neuseeland und Australien beginnt  das Fest  mit dem Erblühen des ” Pohutukawa”  ( Eisenholzbaum) Mitte Dezember  und findet naturgemäss auch viel im Freien statt, mit etwas mehr  Klimawandel auch bei uns mal denkbar  ):

    In diesem Sinne: Fröögelk Jul, an en Seegent Neijuar!

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Über Jesse

Klaus (Jesse) Jessen, geb. 08.08.56 in Steenodde, bis 1972 Realschule auf Amrum, danach 1975 Abitur Husum, Zivildienst, Studium in Köln und Hamburg : abgeschlossenes Gym. Lehramt Sport und Geschichte. 1989 Gründung “Likedeeler”, daneben in den 1990.er Jahren Strandkorbvermietung, Wohnungsvermietung und Versicherungsagentur. Zwei entzückende Jungs im Alter von 9 und 20 Jahren.seit 2020 Pensionär.

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