Nebel in Nebel …


Wer noch auf ein paar sonnige Tage zum Jahresende gehofft hat, wurde enttäuscht. Auch auf Amrum beherrschte der Nebel die letzten Dezembertage.

Nebel entsteht, wenn mit Wasserdampf gesättigte Luft abkühlt. Es kommt zur sogenannten Kondensation. Das bedeutet, dass sich die in der Luft vorhandene Feuchtigkeit zu immer größeren Tröpfchen vereint, bis man sie schließlich sehen kann. Dies geschieht immer dann, wenn sich warme und feuchte Luft am Boden oder an kühlen Gegenständen abkühlt.

Auch Brillenträger, die gleichzeitig einen Corona-Mund-Nasen-Schutz tragen, kennen dieses Phänomen: Die Brille beschlägt!

Ab einer Sichtweite von weniger als einem Kilometer spricht man von Nebel, Sichtweiten von einem bis vier Kilometern gelten als Dunst. Nebel oder Dunst sind tatsächlich nichts anderes als Wolken, die Bodenkontakt haben.

Egal ob Brillenträger oder nicht, viel sehen kann man von Amrums Landschaft bei diesen Witterungsverhältnissen nicht. Dennoch kann ein Spaziergang über den Geestrücken, die Dünen oder am Strand auch dann äußerst reizvoll sein, sorgt der Nebel doch dafür, dass Landschaften viel stimmungsvoller aussehen und sich eine geheimnisvolle Atmosphäre entwickelt. Solange man die Wege und Bohlenwege nicht verlässt, wird man sich auch als Ortsunkundiger auf Amrum nicht großartig verlaufen, ist die Insel doch in ihren Ausmaßen begrenzt. Nur ins Watt oder bei Ebbe Richtung Nordsee sollte man sich ohne Ortskenntnis und ohne Führung nicht begeben, denn wenn man hier die Orientierung verliert begibt man sich im Lebensgefahr!

Der Ortsname „Nebel“ hat übrigens nichts mit dem Wetterphänomen zu tun. Der Name leitet sich von den Worten „nei“ (für „neu“) und „bel“ (vom altdänischen Begriff „boli“ für Siedlung) ab, bedeutet also „Neue Siedlung“ oder „Neuer Ort“. Die gleichen Wortstämme findet man auch in den Ortsnamen „Niebüll“ oder „Nieblum“.

Und natürlich war der Nebel in diesen Tagen nicht nur in Nebel …

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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