Ein besonderer Besuch auf Amrum …


Ein besonderer Besuch auf Amrum (Foto: Laura Totzauer)

Am Samstagvormittag war ein besonderer Besuch auf Amrum. Ein weiß lackierter RTH (Rettungshubschrauber) landete kurz auf dem oberen Teil des Norddorfer Gemeindeparkplatzes um dann weiter zum Hubschrauberlandeplatz in Nebel zu fliegen.

Es handelte sich um den mit in einer Sonderlackierung anlässlich des 50jährigen Bestehens der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht) versehenen RTH aus der Airbus-Serie H145 (BK-117 D3), Baujahr 2022), mit der Kennung D-HXFH.

Am 19. März 1973 war erstmals ein Hubscharuber der DRF vom damaligen Luftrettungszentrum Stuttgart-Böblingen zu einem Rettungseinsatz gestartet. Am 18. und 19. März 2023 fand in Berlin die Auftaktveranstaltung zu bundesweit mehreren Events bezüglich „50 Jahre DRF Luftrettung“ statt. Bis zum September ist nun der RTH in Sonderlackierung in Deutschland unterwegs und besucht insbesondere auch die Standorte und Einsatzbereiche der „Kollegen“ der DRF. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird eine Festveranstaltung am 13. Juni in Stuttgart sein. Nach den Geburtstagstouren wird der Jubiläumshubschrauber im Stationsbetrieb eingesetzt werden.

Die DRF betreibt zusammen mit ihren Unterorganisationen insgesamt 37 Standorte für Rettungshubschrauber und Ambulanzflugzeuge in Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Für die Insel Amrum sind hier insbesondere die Rettungshubschrauber-Stationen in Niebüll (Christoph Europa 5) und in Rendsburg (Christoph 42), sowie St. Peter-Ording (NHC Northern Rescue 01) von Bedeutung.

Christoph Europa 5 im Anflug auf den Landeplatz in Nebel

Derzeit gibt es in Deutschland 87 RTH-Standorte, damit hat unser Land das weltweit dichteste  Luftrettungsnetz. Neben der DRF betreiben der ADAC, das Bundesministerium des Inneren/Katastrophenschutz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, sowie der SAR-Dienst der Bundeswehr/Marine/Heer entsprechende Stationen. Der erste reguläre Rettungshubscharuber wurde in Deutschland am 1. November 1970 vom ADAC in München als Christoph 1 in Dienst gestellt.

Vor allem die Landungen der rot-weiß lackierten Hubschrauber Christoph E 5 und Christoph 42 sind für die Amrumer ein gewohntes Bild und geben den Bewohnern und Gästen der Insel ein Gefühl von Sicherheit müssen sie krankheits- oder unfallbedingt ans Festland transportiert werden, gibt es auf unserer Insel doch kein Krankenhaus.

Amrum bedankt sich an dieser Stelle für die stete Bereitschaft Hilfe zu leisten und wünscht der DRF alles Gute zu ihrem Jubiläum. Auf das auch weiterhin die rot-weißen Hubschrauber und ihre Besatzungen rasch zu Notfällen auf die Insel kommen und dann immer wieder wohlbehalten zu ihren Standorten zurückkehren können!

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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