„Spinnen“ im Öömrang Hüs …


Noch trägt das Schaf ihre Wolle …

Nun gibt es historisches Handwerk im historischen Friesenhaus „Öömrang Hüs“ in Nebel hautnah zu erleben. Vor Kurzem hatte Claudia Martinen-Hönig in Wittdün, Westerende 1, die Wollwerkstatt „Letj spinris“ eröffnet (wir berichteten).

Der Öömrang Ferian i.F. wurde durch diesen Artikel Aufmerksam und sprach die Wahl-Amrumerin an, ob sie es sich vorstellen könnte im Öömrang Hüs zu spinnen. Es folgte die Zusage und nur wenige Tage später wurde im Öömrang Hüs – wie einst – gesponnen. Claudia zeigt gerne ihr erlerntes historisches Handwerk den Besuchern und da ist doch das Öömrang Hüs im Nebeler Waaswai 1 der ideale Ort. Zunächst einmal wird an jeden ersten Montagnachmittag im Monat von 15 bis 17 Uhr, im Öömrang Hüs „gesponnen“, später wenn mehr Zeit vorhanden ist dann auch öfter. Am kommenden Montagnachmittag, den 05. Juni, wird im Öömrang Haus das historische Handwerk vorgeführt.

Claudia Martinen-Hönig beim Spinnen im Öömrang Hüs, hier mit englischer Wolle.

Noch tragen die Amrumer Schafe ihr Wollfell, in der Regel steht von Mitte Mai bis Ende Juni (abhängig vom Wetter) die Schafschur an. Claudia bekommt von einem Amrumer Schafhalter diese frisch geschorene Schafwolle und diese muss dann zeitnah bearbeitet werden, d.h. sie muss erst einmal gewaschen werden. Es wird so lange gewaschen bis der Schmutz raus ist, danach muss sie getrocknet werden – das dauert ca. 2 Wochen, erst dann kann sie weiter verarbeitet werden. Der nächste Schritt ist das Kämmen und wenn sie glatt und fein genug ist kann man die Wolle verspinnen.

Wie alles das genau abläuft und vieles mehr erfährt man im „Letj Spinris“ in der Westerende 1 in Wittdün (zwei Straßen hinter der Blauen Maus) in Wittdün. Geöffnet hat die Wollwerkstatt von Dienstag bis Freitag von 10 bis 11.30 Uhr und von Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 17 Uhr.

 

 

 

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Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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