Sonnwendfeier nein – Soulband ja …


Völlig unterschiedlich liefen die Amrumer Feierlichkeiten anlässlich der Sonnenwende zum längsten Tag und der kürzesten Nacht des Jahres ab.

Das Sonnwendfeuer am Nebeler Strand fiel am Freitagabend buchstäblich ins Wasser. Die Wettervorhersagen hatten schon Tage zuvor nichts Gutes ahnen lassen, dennoch war man von Seiten der Organisatoren und Akteure voller Hoffnung, dass es doch irgendwie möglich sein würde das traditionelle Fest stattfinden zu lassen.

Der gescheiterte Scheiterhaufen am Tag danach – nettes Wortspiel …

Der Holzhaufen wurde aufgeschichtet, die Bratwürste und die Brötchen wurden geordert und die Feuerwehren und Gemeindearbeiter rüsteten sich für ihren Einsatz. Als dann jedoch die Wettervorhersage am Freitag für den Abend immer schlechter wurde, sagte zuerst die Amrumer Trachtengruppe mit ihrer Kinder- und Jugendabteilung die Teilnahme ab, zu groß war die Sorge um die wertvollen Trachten und auch die Sicherheit v. a. bezüglich nasser und rutschiger Verhältnisse auf der Tanzbühne. Wenig später zog auch die Amrumer Blaskapelle verständlicherweise ihre Zusage zur Teilnahme an der Festivität zurück. Der Shantychor wäre zwar gewillt gewesen auch bei Regen mit den Besuchern des Festes so einige Lieder zu singen, war im Nachhinein jedoch auch heilfroh, dass dann im Laufe des Nachmittags die Feier seitens des Veranstalters endgültig abgesagt wurde, denn es waren sagenhafte Sturzfluten die dann genau zur geplanten Zeit des Feuers und des Auftritts aus dem Himmel stürzten.

Die bereitgehaltenen Bratwürste wurden eingefroren, über 1000 Brötchen wurden seitens der Bäckerei Claussen verschenkt und der „Scheiterhaufen“ steht „gescheitert“ am Nebeler Strand. Was damit geschieht ist noch unklar, vielleicht wird er ja im Rahmen einer Feuerwehrübung doch noch irgendwann abgebrannt.

Strahlend blauer Himmel beim Midsommar-Konzert

Am Samstag änderte sich dann die Wetterlage grundlegend und glücklicherweise konnte das „Midsommar“-Konzert der Amrumer Soulband am Strandparkplatz Nabel vor dem 54°Nord bei strahlend blauen Himmel und frühsommerlichen Temperaturen wie geplant stattfinden. Das Midsommarfest feiern die Schweden immer am Wochenende nach dem 21.Juni, und passend zu diesem Event plant die Band jedes Jahr einen entsprechenden Auftritt. Traditionell binden sich die Frauen hierbei Blumenkränze ins Haar. Dies taten auch die weiblichen Bandmitglieder und auch im Publikum waren so einige Damen mit entsprechendem Haarschmuck auszumachen.

Birte Schreiber in Aktion

Wie eigentlich bei jedem Konzert der Amrumer Soulband ging schon mit dem ersten Stück regelrecht die Post ab und nicht nur die Leadsängerin Birte Schreiber begeisterte das Publikum über die gesamte Vorstellung. Auch diverse Saxophon-, Gitarren- und Keyboardsoli unterstrichen die musikalischen Fähigkeiten der gesamten Band. Nahezu alle Altersklassen waren im Publikum vertreten und die allermeisten konnten bei vielen der Songs zumindest teilweise mitsingen. Das Repertoire der Band umfasst bekannte Stücke von James Brown, Santana, Jo Cocker, Simply Red, Toto und vielen anderen mehr. Die Amrumer Soulband gibt es in unterschiedlichen Besetzungen seit 1999, das bedeutet, dass sie dieses Jahr ihren 25. Geburtstag feiert. Hierzu wird es an gleicher Stelle wie letzten Samstag ein Jubiläumskonzert geben (allerdings in der Halle), bei dem auch viele ehemalige Bandmitglieder auftreten werden. Also: Termin vormerken!

Die Amrumer Soulband

Die aktuelle Besetzung der Band von links nach rechts:

Peter „Paddel“ Lückel – Schlagzeug ; Thomas Käding – Keyboard ; Kerstin Martinen- Gesang, Gitarre, Percussion ; Aniki Teige – Bass ; Birte Schreiber – Gesang ; Jens Lucke – Posaune ; Birte Winkler – Trompete ; Frank Timpe – Saxophon ;  Ingo Jensen – Gitarre

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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