500 Euro Spende für das Amrumer Jugendzentrum …

Bildunterschrift: Freuen sich über die Spende: Anja Schremmer (eherenamtliche Betreuung), Antje Göpfert (2. Vorstand), Torsten Borger (Bierverlag), Sonja Oppermann (Likedeeler) und Michael Hoff (1. Vorstand) (v.l.n.r.)

Die schönsten Geburtstagsgeschenke sind doch solche, mit denen man nicht rechnet. Noch überraschender wird’s, wenn man gar den eigenen Geburtstag vergisst! So geschehen beim Amrumer Jugendzentrum (JuZ). Am Mittwoch durfte sich der Verein über eine Spende von 500 Euro freuen. Der Tag der Übergabe war zufällig gewählt. Doch beim Plaudern über die Anfänge des Vereins fiel auf: Gegründet am 31.03.1999. Damit war die großzügige Zuwendung auch ein verspätetes Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum. 

Zusammengekommen war die Spende bei der Verkostung des ersten Amrumer Weins “Waastwinj” im Restaurant Likedeeler am 15. März (Amrum News berichtete). Auf den Vorschlag von Bierverlag-Inhaber Torsten Borger sollte ein Teil des Erlöses ans JuZ gehen. “Ich spende einfach gern…”, erklärt Torsten schulterzuckend seine Motivation. Dass Likedeeler-Chefin Sonja Oppermann damals den Gründungsvertrag unterschrieben hatte, war Torsten in dem Moment gar nicht bewusst. Doch so stand natürlich außer Frage, dass das Amrumer JuZ genau der richtige Empfänger für die angedachte Zuwendung sei.

Und was schenkt sich das Geburtstagskind nun? “Wir brauchen endlich einen neuen Fahnenmast”, sagt Michael Hoff, Vorstand des JuZ. Der jetzige hat schon ein paar Mal den Geist aufgegeben. Reparatur zwecklos. “Wir benötigen eine spezielle Vorrichtung, bei der das Seil innen verläuft. Ansonsten hisst da schnell mal jedes Kind seine eigene Flagge”, scherzt er. “Und die Fahne ist wichtig”, sagt Anja Schremmer, ehrenamtliche Betreuerin im JuZ. “Sie zeigt den Kindern schon von weitem an, ob das JuZ geöffnet ist.”

Doch so ein Mast ist teuer: Rund 1.500 Euro. Da ist die Spende vom Likedeeler ein willkommener Anfang – woran an diesem Freitag direkt angeknüpft wird. Bei der Ü40 TanzBar im Amrumer Spa geht ebenfalls der Hut zugunsten des Jugendzentrums herum. Da der Eintritt frei und die Getränkepreise niedrig sind, hat sicher der eine oder die andere noch etwas für den Verein übrig.

Denn die Arbeit ist wichtig. Aktuell kommen 15-20 Kinder regelmäßig an den Nachmittagen ins JuZ. Montags, mittwochs und freitags ist jeweils für drei Stunden geöffnet. “Wir helfen bei der Alltagsbewältigung”, beschreibt Anja Schremmer ihre Tätigkeit. Im Vordergrund steht dabei der soziale Aspekt. Die Kinder hängen nicht allein am Smartphone, sondern treffen Gleichaltrige und verbringen Zeit miteinander. Sei es beim Tischkicker, Dart, Malen, Basteln, zu Gesellschaftsspielen oder Gummitwist – oder beim gemeinsamen Kochen. Manchmal finden auch Spezialangebote wie Harry-Potter-, Fußball- oder Modelabende statt. Und wer einfach mal jemanden zum Reden oder Zuhören braucht, findet bei den Mitarbeitenden ein offenes Ohr und Unterstützung.

Allerdings fehlen dem JuZ bereits seit zwei Jahren mindestens zwei Ohren: Die Stelle der Leitungsfachkraft ist noch immer unbesetzt. Mit 9 Stunden pro Woche hat Martina Hoff die Stelle interimsmäßig inne. Doch der Wunsch nach einer hauptamtlichen Führungskraft ist weiterhin groß. Darüber hinaus ist zusätzlich eine Position auf Minijob-Basis zu besetzen. 

Mehr Infos zur Arbeit des Amrumer Jugendzentrums sowie die vollständige Stellenausschreibung (die immer noch aktuell ist) finden Sie hier: https://www.oja-nf.de/hier-sind-wir/amrum/

Über Nina Löschner

Nina Löschner kam 1989 kurz vor dem Mauerfall in Ost-Berlin zur Welt. Aufgewachsen auf dem Brandenburger Land zog es sie nach der Schule zurück in die Hauptstadt. In Berlin studierte sie Kunstgeschichte und Englisch, arbeite anschließend im Projektmanagement eines Auktionshauses und schließlich sieben Jahre lang als Redakteurin für Funk und Fernsehen. 2022 nahm sie sich eine berufliche Auszeit und absolvierte einen Freiwilligendienst im Naturschutz auf Amrum. Doch die Insel ließ sie nicht mehr los - und so brach sie alle Zelte in der Hauptstadt ab. Heute arbeitet Nina als Leiterin der Schutzstation Wattenmeer in Wittdün.

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