Auch auf Amrum heulten die Sirenen …

Sirenenanlage auf dem Feuerwehrgerätehaus Wittdün

Pünktlich um wenige Sekunden nach 11:00 Uhr heulten gestern auch auf Amrum die Feuersirenen und kurz danach ertönten auf den Smartphones über die Warn-Apps „NINA“ und „Katwarn“ schrille Töne und Textnachrichten.

Es handelte sich nicht um einen ernsten Krisen- oder Katastrophenalarm, sondern um einen bundesweiten Probealarm. Bereits das fünfte Mal wurde dieser „Stresstest“ durchgeführt. Zum einen sollen durch diese Maßnahme die verschiedenen Notfallsysteme wie Sirenen, Warn-Apps, Internet-Mitteilungen, Radio- und Fernsehdurchsagen etc. getestet werden, zum anderen soll die Bevölkerung für die möglichen Warnsysteme sensibilisiert werden.

Unwettergeschehen wie Flutkatastrophen oder Waldbrände, aber auch Großschadenslagen wie z. B. der Großbrand im Hamburger Hafen vor einigen Tagen zwingen immer wieder zu Warnungen. Auch andere Krisenszenarien sind denkbar. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine oder andere politische und terroristische Aktionen mit direkten Auswirkungen auch auf unser Land und unsere Bevölkerung lassen sich nicht wegdiskutieren. Anschläge auf die Stromversorgung, wie aktuell in Berlin, oder Drohnenattacken in unserem Nachbarland Polen sind leider zur Realität geworden.

Warnmeldung von KATWARN auf dem Smartphone

Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) hat bekanntgegeben, dass beim Warntag im letzten Jahr 97 % der Bevölkerung erreicht wurden, drei Viertel davon über Handy-Warnungen (auch Cell Broadcast genannt), die Hälfte über eine Warn-App, ebenso viele durch Sirenensignale und jeder Zehnte durch persönliche Mitteilungen. Auch auf der Insel Amrum dürften die allermeisten Bewohner und Gäste den Probealarm mitbekommen haben.

Gegen 11:45 Uhr wurde über die meisten Kanäle auch eine Entwarnung gesendet, wobei das Cell Broadcast-System derzeit noch keine Möglichkeit einer Entwarnungsmeldung hat.

Sollte ein Handy- oder Smartphonebesitzer keine Warnmeldung erhalten haben, kann das daran liegen, dass keine Warn-App installiert ist oder bei dem Gerät der Empfang von Cell Broadcast erst aktiviert werden muss. Bei Android-Geräten kann man das unter „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“ tun. Bei Apple heißt der Punkt „Offizielle Warnmeldungen“.

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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