Sommertour der AktivRegion Uthlande nach Amrum …

Mehr als eine Million Euro Fördergelder der EU flossen in den letzten Jahren nach Amrum. Während ihrer Sommertour nahmen die Mitglieder der Aktivregion Uthlande an der Einweihung der neuen Amrumer Bücherei teil und besichtigten einige Förderprojekte.

Mit dem Doppeldecker Bus „Paula“ ging die Sommertour über Amrum

Eigentlich sollte die diesjährige Sommertour der AktivRegion Uthlande nach Helgoland führen, doch der Termin musste witterungsbedingt abgesagt werden. Als Alternative wurden die Mitglieder zu einem Besuch nach Amrum eingeladen.

EU-Förderprogramm LEADER unterstützt ländliche Entwicklung

Für die Entwicklung ländlicher Räume hat die Europäische Union vor einigen Jahren das Förderprogramm LEADER (Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale) ins Leben gerufen. In der EU-Förderperiode 2023 bis 2027 gibt es in Deutschland 372 LEADER-Regionen, europaweit knapp 2.700. Innerhalb dieser Regionen unterstützen lokale Arbeitsgruppen (LAG) die zu fördernden Projekte.

Über 1 Millionen Euro Fördergelder für Amrum

Die LAG AktivRegion Uthlande ist die kleinste und nördlichste aller 22 AktivRegionen in Schleswig-Holstein. Zu ihr gehören die nordfriesischen Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm, die Hochseeinsel Helgoland sowie neun Halligen im Wattenmeer. Vorsitzender ist Christian Stemmer, Amtsdirektor des Amtes Föhr-Amrum, Geschäftsführer Dr. Jürgen Kolk.

Amrum hat in den vergangenen Jahren erheblich von den Förderungen profitiert: Von 2014 bis heute wurden 13 Projekte mit über 800.000 Euro unterstützt, dazu kamen seit 2020 weitere 21 Projekte mit 235.000 Euro aus dem Regionalbudget. Insgesamt flossen somit mehr als eine Million Euro Fördergelder nach Amrum. Eine Übersicht der Projekte ist auf der Homepage der Aktivregion zu finden (https://www.aktivregion-uthlande.de/

Einweihung der neuen Amtsbücherei durch Christian Stemmer

Erzählende Grabsteine und neue Amtsbücherei

Die Teilnehmer reisten mit der Adler-Reederei an: Von Dagebüll und Föhr mit der Adler Rüm Hart, von Sylt mit dem Adler Cat, von Nordstrand und Hooge mit dem Adler Express. Um 11 Uhr erreichten alle Amrum.

Mit dem Doppeldeckerbus „Paula“ ging es nach Nebel zum Friedhof an der St.-Clemenskirche, wo die „Erzählenden Grabsteine“ besichtigt wurden. Familie Simon erklärte die Gründung des „Vereins zur Erhaltung der Historischen Grabsteine“ und die Restaurierung von 169 kunstvoll gestalteten Grabsteinen – ein von der AktivRegion unterstütztes Projekt. Besucher können die Inschriften per QR-Code abrufen – teilweise sogar in friesischer Sprache anhören

Anschließend wurde im ehemaligen Hausmeisterhaus der Öömrang Skuul die neue Amtsbücherei eröffnet, ein weiteres gefördertes Projekt mit 122.000 Euro. Amtsdirektor Christian Stemmer betonte in seiner Rede die Bedeutung der Bücherei auch im digitalen Zeitalter: Sie sei mehr als eine Sammlung von Büchern, sondern ein Ort für Bildung, Entfaltung und Gemeinschaft. Begleitet wurde die Eröffnung von der „Amrumer Trachtengruppe“. Die Bücherei ist montags bis donnerstags von 15 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Verabschiedung von Norbert Limberg ( v.l.n.r : N. Limberg, Dr.J.Kolk, Amtsdirektor C.Stemmer)

Abschluss im Yachtclub und Abschied von Dr. Limberg

Zum Abschluss besuchten die Teilnehmer den Amrumer Yachtclub in Wittdün. Im Vereinsheim „Seefohrerhus“ tauschte man sich über vergangene Projekte und zukünftige Fördermöglichkeiten aus.

Mit dabei war auch Norbert Limberg, der kürzlich in den Ruhestand ging. Er war langjähriger Leiter des Bereichs Ländliche Entwicklung beim Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung in Flensburg. „Dr. Limberg hat über viele Jahre die AktivRegion Uthlande mit Rat und Tat unterstützt und einen großen Anteil daran, dass so viele Förderprojekte umgesetzt werden konnten. Wir danken ihm sehr und wünschen ihm alles Gute für seinen wohlverdienten Ruhestand,“ so Christian Stemmer in einer kleinen Ansprache zum Abschluss der Sommertour.

Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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