„Essen wie bei Muttern“: Kohlpudding mit weißer Soße …

Dieser Pudding ist nicht süß, sondern deftig – und macht satt und glücklich. Geschichteter Kohl, Hackfleisch und eine doppelte Portion Soße machen dieses Gericht zum Küchenliebling. Wie du die perfekte Konsistenz und Geschmackstiefe erreichst, erfährst du im Rezept.

Rezept für Kohlpudding mit weißer Soße (für 4 Personen)

Zutaten

Die Zutaten sind einfach und bodenständig.
Ein Gericht wie aus alten Zeiten – genau richtig für kühle Tage an der Nordseeküste. Wer Kohlpudding kocht, braucht kein großes Tamtam: Ein mittelgroßer Weißkohl, ein Kilo gemischtes Hackfleisch, ein bis zwei Zwiebeln, Eier, Paniermehl, Salz, Pfeffer und etwas geräucherte Schwarte oder Speck reichen völlig aus. Dazu kommen Milch, Butter, Mehl, ein Hauch Muskat und Salzkartoffeln als Beilage.

Auf den Einkaufszettel:

  • 1 mittelgroßer Weißkohl
  • 1 kg gemischtes Hackfleisch
  • Salzkartoffeln
  • 1–2 Zwiebeln
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 Tasse Paniermehl
  • 2–3 Eier
  • etwas geräucherte Schwarte oder Speck
  • Milch
  • Prise Muskat (für die Soße)
  • fetter, geräucherter Speck (für die Soße)
  • 40 g Butter (für Soße und Form)
  • Mehl (für die Soße)

Zubereitung

Das Hackfleisch wird mit Zwiebeln, Eiern und Paniermehl gut verknetet und kräftig gewürzt. Der Kohl wird gewaschen, am Strunk kreuzförmig eingeschnitten und in Salzwasser halbgar gekocht. Dann lassen sich die Blätter leicht ablösen. Dicke Strünke entfernt man oder schneidet sie ein. Die Blätter werden kurz blanchiert, bis sie weich sind – schon riecht es nach echtem Zuhause.


Schichten, garen, genießen

Eine gefettete Wasserbadform ist die Basis. Dann heißt es schichten: Kohlblätter, Hackfleisch, Kohlblätter, Hackfleisch – bis die Form voll ist. Zum Schluss noch etwas Speck oder Schwarte darauflegen, den Deckel daraufsetzen und ab ins Wasserbad. Rund eine Stunde darf der Kohlpudding in seinem eigenen Sud garen. Nach der Garzeit wird der Sud vorsichtig in einen Topf abgegossen – er wird für die weiße Soße benötigt.

Währenddessen zieht ein herzhafter Duft durchs Haus, der selbst bei Wind von der Nordsee bis in die Nachbarschaft weht.
Salzkartoffeln kochen.

 

Für doppelte Freude: zwei Soßen

Zum Andicken der weißen Soße wird in einer Tasse pro Liter Soße ein Teil Mehl und ein Teil kaltes Wasser angerührt.
Für die weiße Soße Milch aufkochen, Butter, eine Prise geriebenen Muskat und Salz zugeben und gut umrühren. Nach Bedarf die Andickmischung – ohne Klümpchen – unter ständigem Rühren in die heiße Soße geben und fünf Minuten köcheln lassen. Dann den Sud hinzugeben, bis sie schön sämig ist.

Die zweite Soße ist etwas für Speckliebhaber: Speckwürfel in der Pfanne auslassen, bis das Fett austritt. Dann Zwiebeln dazugeben und im Speckfett glasig braten. Der Duft allein ist schon ein Genuss.

Servieren wie früher

Wenn die Soßen fertig sind, wird der Kohlpudding aus der Form gestürzt, in Stücke geschnitten und mit Salzkartoffeln serviert. Ein bisschen Soße, ein Stück Kohl, etwas Speck – und schon schmeckt es wie früher bei Muttern am Sonntag.

Guten Appetit – und viel Spaß beim Nachkochen in der heimischen Küche!

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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