Endlich mal wieder so richtig Schnee …

Ein Wochenende wie aus dem Bilderbuch: Heftige Schneeschauer, Sonnenschein und sogar Blitz und Donner verwandelten Amrum in eine tief verschneite Winterlandschaft. Straßen, Dünen und Geest lagen unter einer dicken Schneedecke – ein seltenes Naturschauspiel, das Inselbewohner und Gäste gleichermaßen begeisterte.

„Deutschland versinkt im Schnee“, so lautete eine Pressemitteilung am Wochenende. Und da Amrum ein, wenn auch nur kleiner, Teil von Deutschland ist, so gehörte es sich, dass auch auf unserer Insel die weiße Pracht liegen blieb.
Was war das für ein großartiges Schauspiel, das sich da in der Zeit von Freitag bis Sonntag abspielte. Waren es erst heftige Graupelschauer, die Petrus auf uns herab schüttete, folgten dann immer neue kräftige Schneeschauer, teilweise sogar mit Blitz und Donner, die ganz Amrum in Weiß tauchten. Immer wieder gab es auch Phasen mit strahlendem Sonnenschein, während derer die vielen Spaziergänger sich gar nicht an der schneebedeckten Landschaft sattsehen konnten.

Egal ob in den Ortschaften, an der Wattseite, am Strand, auf der Geest oder im Wald – es boten sich wunderschöne Anblicke, die man so in den letzten Jahren leider eher selten zu sehen bekam.
Auf den Straßen bildete sich eine geschlossene und rasch festgefahrene Schneedecke, und die Räumfahrzeuge waren tagelang im Einsatz. Das gab es schon lange nicht mehr. Alle Verkehrsteilnehmer fuhren vorsichtig, schlimme Unfälle waren nicht zu verzeichnen.
Auch die Amrumer Kinder hatten großen Spaß; endlich konnten mal wieder die Schlitten rausgeholt werden. Rodelabfahrten in den Dünen oder vom Eesenhuuch waren ebenso möglich wie die amrumtypischen Schlittenfahrten über die Geest.
Am Samstag war zudem ein Vollmond zu beobachten, der die Nacht zusammen mit der Schneedecke taghell erscheinen ließ.

Am Sonntagmorgen konnte der Verfasser in seinem Garten eine Schneehöhe von 14 cm messen, eine auf Amrum schon lange nicht mehr vorgekommene Größe. Mehrfaches Schneeräumen und Sandstreuen auf dem Zugangsweg zum Haus/MVZ waren am Wochenende notwendig geworden.
Noch soll die winterliche Großwetterlage einige Tage anhalten, auch ist noch mit weiteren Schneefällen zu rechnen, und die kalten Temperaturen werden sich weiterhin rund um den Gefrierpunkt bewegen. Spätestens zum Wochenende steigen dann die Temperaturen bei sich auch ändernden Windrichtungen an. Sagt „Windfinder“.

Bilder von Peter Totzauer, Kinka Tadsen, Gerd Arnold

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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