Der Haushaltsplan 2026 setzt klare Prioritäten: das Medizinische Versorgungszentrum, Infrastruktur und Tourismus.
Die Gemeinde Wittdün plant für das Haushaltsjahr 2026 im Ergebnisplan mit Erträgen von 2.350.700 Euro und Ausgaben in Höhe von 2.144.000 Euro. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 206.700 Euro.

Wittdün im Vergleich der Amtsgemeinden
Gemessen an der Finanzkraft ist Wittdün die drittstärkste Gemeinde im Amtsbereich Föhr-Amrum und beteiligt sich mit 7,13 Prozent an den Amtsumlagen (Wyk 40,21 Prozent, Nebel 9,5 Prozent). Die Amtsumlage für Wittdün beträgt 758.200 Euro, die Kreisumlage 481.900 Euro.
Bei den Einnahmen dominieren die Gewerbesteuer mit 750.000 Euro, gefolgt von der Zweitwohnungssteuer (550.000 Euro) und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (522.600 Euro). Insgesamt hat die Gemeinde Wittdün in ihrem Haushaltsplan 2026 neue Investitionen in Höhe von 2.180.800 Euro angesetzt.
Millionenprojekt MVZ: Planung und Finanzierung

Für den Bau des Gebäudes des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) auf Amrum war ursprünglich ein Gesamtbetrag von 4.744.000 Euro vorgesehen. Im Haushalt 2025 waren dafür 2.000.000 Euro eingeplant, von denen jedoch nur 382.000 Euro ausgegeben wurden. Der Restbetrag von rund 1.618.000 Euro wird in das Jahr 2026 übertragen. Für das Haushaltsjahr 2026 setzt die Gemeinde erneut 2.000.000 Euro für den Bau des MVZ an. Zur Finanzierung soll ein Darlehen in Höhe von 1.700.000 Euro aufgenommen werden. Tilgung und Zinsen sind im Haushalt berücksichtigt.
Zudem plant die Gemeinde mit einer Zuwendung von insgesamt 600.000 Euro aus Landes- und Bundesmitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Die Auszahlung erfolgt über drei Jahre in Teilbeträgen. Für 2026 ist eine Zuwendung von 366.000 Euro eingeplant.
Tourismusabgaben und Investitionen vor Ort

Die Amrum Touristik Wittdün rechnet im Wirtschaftsplan 2026 mit einem Überschuss von 51.206 Euro. Für Kurabgaben sind Einnahmen von 950.000 Euro vorgesehen (Vorjahr: 900.000 Euro).
Aufgrund aktueller Rechtsprechung, neuer Kalkulationen sowie der einheitlichen Überarbeitung der Gewinnsätze der Betriebsarten-Tabellen war es notwendig, eine neue Satzung zur Erhebung von Tourismusabgaben zu erlassen. Nach den gesetzlichen Vorgaben darf die Gemeinde Wittdün im kommenden Jahr einen Satz von 7,12 Prozent erheben, was Einnahmen von 226.203,14 Euro entspricht. Das liegt deutlich unter dem bisherigen Satz von 12 Prozent (376.000 Euro).
Bei den Investitionen sind unter anderem 300.000 Euro für die Erweiterung des Bohlenweges zum Campingplatz 2, 102.000 Euro für ein neues Blockheizkraftwerk am Badeland sowie 85.000 Euro für Investitionen auf dem Campingplatz eingeplant. Für den Bohlenweg rechnet die Gemeinde mit einer Förderung von 50 Prozent.
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