Amrumer Kontraste 01 …

Liebe Leserinnen und Leser von Amrum News!

In den letzten drei Jahren haben wir in verschiedenen Serien markante Orte und Begebenheiten auf der Insel Amrum vorgestellt: „Amrumer Aussichtspunkte“ (2023), „Mystische Orte auf Amrum“ (2024), „Amrumer Details“ (2025). Diese Artikel wurden von sehr vielen Interessierten gelesen, und wir wurden oft von verschiedenen Seiten gebeten, doch weitere ähnliche Informationen über unsere Insel zu veröffentlichen. Diesen Aufforderungen wollen wir gerne nachkommen, und so stellen wir Ihnen heute die Serie 2026 – „Amrumer Kontraste“ – vor.

Die klassische Ansicht bei blauem Himmel

Amrum ist mit seinen 20,47 km² Land und rund 10 km² Kniepsand, verglichen mit anderen Teilen Schleswig-Holsteins, Deutschlands, Europas oder der großen weiten Welt, ein verhältnismäßig sehr kleines Stückchen Erde. Dennoch gibt es hier viele unterschiedliche und sehenswerte Dinge zu beschreiben. Allein die verschiedenen Landschaftsformen mit Watt, Marsch und Geest, Wald, Dünen, Strand und Nordsee sind in dieser Form weltweit nahezu einmalig. Nimmt man auch noch die diversen markanten Punkte hinzu, die oftmals schon in den Serien der Vorjahre beschrieben wurden und jederzeit auch weiterhin nachzulesen sind, gibt es jede Menge Orte auf Amrum, die es zu erkunden gilt.

Mit den hier zu erwartenden Artikeln der „Amrumer Kontraste“ wollen wir die Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Betrachtungsmöglichkeiten einzelner markanter Ecken auf Amrum lenken. Tages- und Jahreszeiten, Witterungsverhältnisse, besondere Aktionen und vieles andere mehr lassen oftmals die verschiedenen Locations in völlig anderem Licht erscheinen, und es macht durchaus Sinn, die diversen Sehenswürdigkeiten zu verschiedenen Zeiten aufzusuchen, um sich ein differenziertes Bild von den Örtlichkeiten machen zu können.

Beginnen wollen wir mit Amrums Wahrzeichen, dem Leuchtturm. Wie es sich für ein Seefeuer gehört, überragt er weithin sichtbar weite Teile der Insel und ist natürlich von See aus, aber auch von vielen Orten auf der Insel zu sehen. Und so bietet es sich an, als erstes einen Blick vom Zugangsweg zum FKK-Platz aus mit Blickrichtung Nordwest auf ihn zu werfen.

Vieles ist schon über Amrums Wahrzeichen geschrieben und berichtet worden. 63 m über dem mittleren Hochwasser ist die Feuerhöhe des Turms, seine Strahlen sind bei guten Sichtverhältnissen bis zu 23,3 Seemeilen (entspricht 43,15 km) weit zu sehen. Mit einer Gesamthöhe von 41,8 m ist er der höchste begehbare Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste. Seine Aussichtsplattform erreicht man über 295 Stufen, von hier aus hat man einen phantastischen Blick über ganz Amrum, auf die Nachbarinseln und Halligen sowie über das Wattenmeer und die Nordsee. Am 1. Januar 1875 ging er mit Petroleum in Betrieb, 1936 wurde er elektrifiziert. Sein typisches Aussehen in hellem Rot mit zwei weißen Ringen erhielt er 1952, zuvor war er rotbraun gestrichen. Es ist äußerst beeindruckend, wie sich die Sicht auf den Turm je nach Witterungs- oder Lichtverhältnissen verändert oder auch gar nicht möglich ist. Dies soll hier gezeigt werden. Allerdings darf man nicht erwarten, dass der Betrachter all diese Verhältnisse mit nur einem Besuch der Fotostelle beobachten kann. Dazu müssen viele verschiedene Versuche zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten unternommen werden.

Anmerkung: Da der Leuchtturm, wie schon beschrieben, von vielen Stellen aus zu sehen ist, wird er sicher auch noch in anderen Artikeln dieser Serie auftauchen.

Ihr Redaktionsteam von Amrum-News

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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