Seit Tagen hält der eiskalte Ostwind die Insel fest im Griff. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h sorgt er nicht nur für klirrende Kälte, sondern auch für erhebliche Einschränkungen im Alltag. Fahrplanänderungen im Schiffsverkehr sind die Folge – teils wurden Abfahrtszeiten auf die frühen Morgenstunden, etwa 4.30 Uhr, vorverlegt. (Beachtet immer die Fährabfahrszeiten auf der Homepage der WDR!)
Seit gestern kommt zudem anhaltender Schneefall hinzu. In Kombination mit dem starken Ostwind fühlt sich die Temperatur wie minus 18 Grad an. Der Verkehr läuft bislang noch weitgehend normal: Busse verkehren planmäßig, und der Winterdienst ist nach den vergangenen Wochen gut auf das „weiße Spektakel“ eingestellt.
Besonders schwer haben es derzeit Fahrradfahrer. Die kräftigen Böen aus Osten bringen viele an ihre Grenzen – ohne elektrische Unterstützung ist ein Vorankommen kaum noch möglich. Auch Handwerker, die im Freien arbeiten, kämpfen mit den extremen Bedingungen. Trotz aller Bemühungen stößt man hier irgendwann an physische Grenzen.

Der Schneefall soll nach aktuellen Prognosen den gesamten Tag über und bis zum morgigen Mittag anhalten. Der Ostwind bleibt der Insel zwar erhalten, soll jedoch im Laufe der Zeit etwas nachlassen. Auf der Nordsee nimmt der Eisgang weiter zu, ein Ende der winterlichen Wetterlage ist derzeit nicht in Sicht. Ein Winter, der lange auf sich warten ließ, stellt die Insel nun umso mehr vor neue Herausforderungen.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

