Fehlt das Wasser, kommt die „Hegemann 2“ zum Einsatz …

Versandungen bremsen den Fährverkehr vor Amrum und Dagebüll. Die „Hegemann 2“ vertieft deshalb erneut das Fahrwasser und sichert so die Inselanbindung. Doch selbst das hilft nicht immer bei extremem Niedrigwasser.


Versandungen vor dem Fähranleger

Hegemann 2 beginnt Einsatz vor Wittdün

Vor Wittdün wurde es für die Fähren zeitweise zu flach. Durch starke Sedimentation hatten sich vor dem Fähranleger mehrere Versandungen gebildet. Die Wassertiefe war für die Schiffe der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) zwischenzeitlich nicht mehr ausreichend.

Seit Dienstagnachmittag ist deshalb der Laderaumsaugbagger „Hegemann 2“ im Einsatz. Er baggert die Fahrrinne zum Fährhafen frei und sorgt dafür, dass die Schiffe Föhr und Amrum wieder zuverlässig erreichen können.


Regelmäßiger Einsatz im Wattenmeer

Vollbeladen zur Entladestelle in der Norderaue

Das Spezialschiff arbeitet regelmäßig im Wattenmeer. Bereits seit mehreren Wochen hatte es die zu flach und zu schmal gewordene Fahrrinne vor Dagebüll ausgebaggert, nun folgte der Einsatz vor Wittdün. Ziel ist es, die Zufahrten zu den Inseln langfristig schiffbar zu halten.

Doch selbst für den Bagger wurde es zeitweise eng: Am Donnerstagmorgen reichte der Wasserstand nicht aus. Für knapp eine halbe Stunde saß das Schiff zwischen Fähranleger und Seezeichenhafen fest.


Freie Fahrt bis zum Seezeichenhafen

Zwangspause – Hegemann 2 sitzt fest

Von der Norderaue bis zum Seezeichenhafen saugt die „Hegemann 2“ nun Ablagerungen vom Grund ab. Das Material wird anschließend an einer festgelegten Stelle in der Norderaue wieder ausgebracht.

Mit diesen Arbeiten sollen sowohl der Fährverkehr als auch die Zufahrt zum Seezeichenhafen gesichert werden – insbesondere für den dort stationierten Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“.


Restrisiko bei extremem Niedrigwasser

Trotz der regelmäßig durchgeführten und kostenintensiven Baggerarbeiten bleibt ein Risiko. Bei extremem Niedrigwasser kann es weiterhin zu Einschränkungen im Fährverkehr und zu kurzfristigen Fahrplanänderungen kommen.

 

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

schon gelesen?

Ölverlust an der „Uthlande“ – Fahrgäste müssen umplanen …

Kaum aus dem Dock zurück, muss die Fähre schon wieder in die Werft. Ein technischer …

Schreibe einen Kommentar

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com