Keine Prüfung, sondern ein selbst gestalteter Gottesdienst.
Sechs Amrumer Jugendliche erzählen, was Engel für sie bedeuten – mit Musik, Gedanken und viel Mut.
Und sie stellen eine Frage, die viele bewegt.

Heute muss man keine Prüfung mehr ablegen, um zur Konfirmation zugelassen zu werden.
In einem selbst gestalteten Gottesdienst treten stattdessen die Konfirmand:innen vor die Gemeinde und zeigen, wie sie sich Kirche vorstellen und ihren Glauben verstehen.
Die sechs Jugendlichen – Jonna Claußen, Maira Ebsen, Ida Jung, Marten Hinrichs, Daniel Hönig und Ben Niedzielski – hatten für ihren Vorstellungsgottesdienst am 1. März 2026 das Thema „Engel!?!“ ausgewählt.
Vorbereitung mit Herz und Mut
Schon viel früher als ihre Familien, Freunde und die Gemeinde trafen sich die sechs mit Pastorin Martje Brandt, Küster Jens Lucke und Kantorin Katharina Rau in der St.-Clemens-Kirche in Nebel, um Texte und Ablauf durchzugehen sowie alle Lieder und Gesänge, die sonst die Pastorin übernimmt, noch einmal zu proben. Trotz Aufregung waren die „Konfis“ voller Vorfreude. Bevor es losging und sich die Kirche füllte, bat Martje Brandt gemeinsam mit ihnen in einem Gebet um Kraft und Zuversicht von Gott, dass sie gemeinsam einen schönen Gottesdienst gestalten würden.
Ein musikalischer Start mit Gefühl

Jonna Claußen eröffnete den gut besuchten Gottesdienst am Piano mit „River Flows in You“. Das Stück wirkt wie ein ruhiger Strom von Gefühlen – es vermittelt Sehnsucht, Hoffnung und Ruhe. Das passte gut zur Stimmung des Gottesdienstes, denn die Konfis zeigten sich insgesamt sehr positiv und hoffnungsvoll.
Die Frage nach den Engeln
In ihrer Predigt griffen sie noch einmal den Psalm 91 auf, der zu Beginn gemeinsam mit der Gemeinde gelesen wurde: „Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91,11).

Doch was sind Engel eigentlich? Wesen mit Flügeln? Licht? Gedanken? Vielleicht auch Wegweiser? Für die Jugendlichen sind Engel freundlich, geben Sicherheit und begleiten durchs Leben. Sie wünschen sich von ihren Engeln, dass sie das Gute in jedem Menschen sehen und nicht urteilen. Dann ist niemand allein – weil jeder so sein darf, wie er ist.
Dieses Vertrauen spiegelte sich auch in der Liedauswahl wider. Gemeinsam mit der musikalischen Unterstützung von Katharina Rau sangen sie „Firm Foundation – He Won’t“. Das Lied drückt Zuversicht aus und beschreibt Jesus als ein unerschütterliches Fundament in stürmischen Zeiten – einen Fels in der Brandung. Wirklich mutig waren sie, zum Teil alleine zu singen und sich mit ihren Gedanken und Gefühlen zu zeigen. Am Ende des Gottesdienstes stellten sie sich außerdem den Fragen der Besucher:innen.
Vorfreude auf die Konfirmation
So wurde es ein zuversichtlicher und fröhlicher Gottesdienst, der viel frischen Wind in die Kirche brachte.
Die Konfirmation der sechs Jugendlichen findet am 28. März um 11 Uhr in der St.-Clemens–Kirche in Nebelstatt.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

