Früher Start in den Wettkampftag
Das frühe Aufstehen hat sich für die diesjährigen Mädchen und Jungen von Amrum, die sich für das Finale der Kinderolympiade in Bredstedt qualifiziert hatten, wieder gelohnt.

Die Kinderolympiade ist ein Wettbewerb der Sportjugend Nordfriesland, bei dem Kinder im Grundschulalter – in der Regel zwischen sechs und zehn Jahren – antreten. Sie werden in mehrere Altersgruppen eingeteilt, sodass sie sich mit Gleichaltrigen messen können. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von der VR Bank Nord. Nur die Besten jeder Altersklasse schaffen es ins Finale nach Bredstedt, wo Kinder aus ganz Nordfriesland gegeneinander antreten.
Die Sechs-Uhr-Fähre ist nicht jedermanns Sache, und einige schauten noch verschlafen drein – doch die Aufregung überwog.
Erste Eindrücke in der großen Halle
Einige der Kinder kannten die große Sporthalle in Bredstedt schon, doch für die meisten war es das erste Mal. Entsprechend beeindruckt waren sie von den vielen Menschen und der Größe der Halle. Super organisiert ging es bereits bei der Anmeldung los: Startnummern und T-Shirts für alle.

Spannung auf dem Parcours
Die Mädchen starteten zunächst in drei Gruppen, danach folgten die Jungen, ebenfalls in drei Altersklassen – nach Jahrgängen getrennt.
Aufwärmen und ein Probelauf – dann wurde es ernst. Angefeuert von Eltern, Freunden und Mitstreiterinnen und Mitstreitern ging es über Hürden, durch den Slalom, beim Balancieren und Werfen. Der abwechslungsreiche Parcours verlangt Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Koordination – genau das steht bei der Kinderolympiade im Mittelpunkt.
Zwei Läufe wurden absolviert, die schnellste Zeit gewertet.

Starke Leistungen und Platzierungen
Alle fieberten mit, und leider verging die Zeit viel zu schnell – denn den Amrumern sitzt stets der Fährplan im Nacken. Umso gespannter waren alle auf die Ergebnisse.
Jubeln konnte vor allem Jes Oppermann in Gruppe 1, der mit Schnelligkeit und Geschick den ersten Platz belegte. In Gruppe 2 sicherte sich Janis Schult Platz zwei. Felicia Söllner erreichte in Gruppe 1 den dritten Platz. Alle anderen Kinder belegten gemeinsam den vierten Platz.

Ein Perspektivwechsel, der beeindruckt
Beim Parcours für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer hatten nach dem Wettbewerb alle Kinder die Möglichkeit, diesen selbst im Rollstuhl zu absolvieren. Die Kinderolympiade ist bewusst inklusiv angelegt – alle sollen unabhängig von ihren Voraussetzungen teilnehmen können.
Die Schwierigkeiten am eigenen Leib zu erleben und sich in diese Situation zu versetzen, war für viele ein besonderes Erlebnis. „Wow, wir hätten nicht gedacht, dass es so schwer ist“, staunten Nele und Flora von Amrum – und waren umso beeindruckter vom Können ihrer gehbeeinträchtigten Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Schneller Abschied
Leider war die Zeit wieder schnell vorbei, und es hieß: zurück zur Fähre.
„Einen großen Dank möchten wir noch an die Organisatoren und alle Helfer aussprechen. Es war wieder toll organisiert – und für die Abfahrtszeiten der Fähre können sie ja nichts“, sagte eine Mutter, lachte und rannte Richtung Parkplatz.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

