Schnelle Hilfe von oben …

Sie kommen, wenn es besonders schnell gehen muss. Hochspezialisierte Teams sorgen für Hilfe noch am Einsatzort. Doch ihr Einsatz beginnt lange vor dem Start.

Stetige Weiterentwicklung und hohe Qualität in der Notfallrettung. ©DRF

Wenn jede Minute zählt

Im medizinischen Notfall zählt jede Minute. Oft sind dann die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung im Einsatz, denn schnelle Hilfe aus der Luft kann Leben retten. Am Tag der Luftretter, der in diesem Jahr am 19. März stattfindet, stehen Aufmerksamkeit und Anerkennung für alle Luftretter im Fokus. Damit die Notfallrettung aus der Luft stets zuverlässig alarmierbar ist, leisten engagierte und hochqualifizierte Menschen täglich ihre Arbeit. Professionelle Abläufe sowie modernste Ausstattung und Technik gehen dabei Hand in Hand. Die DRF Luftrettung nutzt den Tag, um die Leistung der Luftrettung im Gesamtsystem der Notfallrettung sichtbar zu machen.

Wenn die Leitstelle die Luftrettung alarmiert, sind Geschwindigkeit, Präzision und medizinische Expertise gefragt: Die medizinische Besatzung wird per Hubschrauber schnellstmöglich zum Patienten gebracht, um bereits am Einsatzort oftmals lebensrettende Therapien einzuleiten. Anschließend werden die Hubschrauber genutzt, um Patienten schnell, schonend und sicher in das für sie am besten geeignete Klinikum zu transportieren. Die DRF Luftrettung sieht ihren Auftrag, Menschenleben zu retten, auch in der stetigen Weiterentwicklung der Luftrettung: Mithilfe neuer Technologien und höchster Qualitätsstandards wollen die rot-weißen Luftretter Menschen in Not künftig noch schneller und besser helfen.


Einsatzbereit bei Tag und Nacht

Nach der Alarmierung erreichen die Hubschrauber der DRF Luftrettung Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern innerhalb von maximal 15 Flugminuten. Dank modernster Technik und hochwertiger Ausbildung können sich Menschen auch bei Dunkelheit auf die medizinische Notfallrettung verlassen.

Die Besatzungen der gemeinnützigen Organisation sind an 13 Stationen rund um die Uhr einsatzbereit, an einer Station sogar mit erweiterten Randzeiten bis nach Sonnenuntergang. Die Luftretter sind dann mit zwei Piloten mit Instrumentenflugberechtigung und unter Verwendung von Nachtsichtbrillen unterwegs. Bereits im Jahr 2009 setzte die DRF Luftrettung als erste zivile Luftrettungsorganisation diese Technik ein – ein bedeutender Fortschritt für die Rettung bei Dunkelheit.

„Nachteinsätze können anstrengend sein, aber ich fliege sie gern, weil wir Menschen erreichen, die sonst zu lange warten müssten“, sagt Pilotin Stefanie Hahnl. „Ein zweiter Pilot und die Nachtsichtgeräte geben uns ein Plus an Sicherheit.“


DRF Luftrettung im Einsatz. ©DRF

Hightech über den Wolken

Hinter jedem Einsatz steht ein hochqualifiziertes Team aus Piloten, Notärzten und Notfallsanitätern, das mit modernster Technik arbeitet. Neben dem schnellen Transport ist vor allem eines entscheidend: möglichst früh die richtige Diagnose zu stellen.

Die Teams verfügen über hochmoderne Ausrüstung für die erweiterte Diagnostik direkt am Einsatzort. Mobile Ultraschallgeräte ermöglichen es, innere Blutungen, Verletzungen und Erkrankungen schnell zu erkennen und gezielt zu behandeln.


Diagnose direkt am Einsatzort

„Wir entscheiden am Einsatzort gemeinsam über die optimale Versorgung“, sagt Dr. Gregor Lichy, Leitender Hubschrauberarzt. „Mit dem mobilen Sonografie-Gerät erkenne ich beispielsweise innere Blutungen sofort – noch bevor wir wieder abheben.“

Diese sogenannte Point-of-Care-Technologie sorgt dafür, dass die Rettungskette optimal funktioniert. Je besser alle Schritte ineinandergreifen, desto höher sind die Überlebens- und Genesungschancen der Patienten. Auch Krankenhausaufenthalte können so verkürzt werden.

Die DRF Luftrettung arbeitet kontinuierlich an neuen Technologien und unterstützt Studien, die diese Diagnostik weiter verbessern sollen. Aktuell wird unter anderem ein Proteintest zur schnellen Erkennung von Hirnblutungen erprobt.


Qualität mit System

Um die hohen Standards zu sichern, werden alle Beteiligten regelmäßig geschult – von Piloten über Notärzte bis hin zu Technikern. Für ihr Engagement wurde die DRF Luftrettung mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit und dem HRO-Award.

Auch Patienten und Angehörige werden einbezogen: Eine unabhängige Patientenfürsprecherin steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Zudem engagiert sich die Organisation im Bundesverband der Patientenfürsprecher.

Der Tag der Luftretter wurde 2020 ins Leben gerufen – am Jahrestag des ersten Einsatzes im Jahr 1973. Ziel ist es, die Bedeutung der Luftrettung stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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