Aus dem Kindergarten in den Unruhestand …

Nach zehn Jahren an der Spitze des Inselkindergartens Amrum verabschieden sich Lothar Herberger und seine Ehefrau in den „Unruhestand“. Während die Einrichtung unter neuer Trägerschaft steht, plant Herberger bereits sein nächstes großes Projekt im Bereich familienorientierter Rehabilitation.

Er ist auf Amrum wahrlich kein Unbekannter: Lothar Herberger, der seit zehn Jahren die Leitung des Ev. Inselkindergartens Amrum innehatte – unterstützt von seiner Ehefrau Elke Martens-Herberger, die als Bürokraft tätig war. Beide haben zum 31.03.2026 ihre Ämter abgegeben und werden sich neuen Herausforderungen widmen.

Seit dem 01.01.2025 obliegt die Leitung des Kindergartens dem Kindertagesstättenwerk des Ev.-Luth. Kirchenkreises Nordfriesland. Der ehemalige Träger der Einrichtung ist in den Förderverein Inselkindergarten e. V. übergegangen. Bis eine neue Leitung für den Inselkindergarten gefunden ist, hat die langjährige stellvertretende Leiterin Andrea Hölscher die kommissarische Führung übernommen.

Der Sozialpädagoge und Verwaltungsfachangestellte Lothar Herberger hatte vor seiner Tätigkeit im Inselkindergarten Amrum bereits mehrere Leitungsfunktionen auf der Insel inne: Als er 1983 auf die Insel kam, war er bis 1989 Klinikdirektor in der Reha-Fachklinik des Deutschen Roten Kreuzes in Wittdün auf Amrum, heute „DRK-Zentrum für Gesundheit und Familie Alma Münster-Haus“. Ab 1990 baute er gemeinsam mit seiner Ehefrau, die dort bis heute in der Personalverwaltung tätig ist, die Fachklinik für Mutter und Kind „AOK Nordseeklinik“ auf. Von 2006 bis 2015 war er zudem Klinikdirektor weiterer Reha-Fachkliniken wie der „Fachklinik Satteldüne“ in Nebel und der „Ostseeklinik Zingst“. Seit vielen Jahren engagiert sich Lothar Herberger außerdem als Gemeinderatsmitglied in Nebel politisch.

Seit August 2016 lenkte er mit großem Einsatz sowie zahlreichen Ideen in Planung und Umsetzung die Geschicke der Kindertageseinrichtung auf Amrum. Nach eigenen Angaben wird er nun jedoch nicht in den wohlverdienten Ruhestand gehen, sondern sich wieder seinen früheren Arbeitsschwerpunkten „Konzeption und Führung von Reha-Fachkliniken für Kinder und Jugendliche“ widmen. Bereits seit längerer Zeit arbeitet der umtriebige Lothar Herberger mit Unterstützung seiner Ehefrau an einem Konzept zur „familienorientierten Rehabilitation“. Dabei wird die gesamte Familie eines oder mehrerer rehabilitationsbedürftiger Kinder – einschließlich Geschwister und Eltern – stationär in einer Fachklinik aufgenommen und behandelt. Mit Vertretern der Kostenträger, der Deutschen Rentenversicherung sowie dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, wird die Umsetzung der Maßnahmen abgestimmt. Geplant ist, zwei Fachkliniken für familienorientierte Rehabilitation in Dagebüll und Garding zu errichten.

Es war ein bewegender Abschied für Lothar Herberger und Elke Martens-Herberger in den Räumlichkeiten des Inselkindergartens. Mehrere Redner würdigten ihr Engagement, überbrachten Grüße und Geschenke. Großer Dank wurde für die verantwortungsvolle Arbeit ausgesprochen, bei der stets das Wohl der betreuten Kinder im Mittelpunkt stand. Aktuell werden 96 Kinder im Amrumer Inselkindergarten betreut. Eine kleine Abordnung verabschiedete sich gemeinsam mit Eltern und dem gesamten Kindergartenteam mit einem großen Plakat „ALLES GUTE LOTHAR“ sowie einem fröhlichen Lied.

Viele gute Wünsche und Gottes Segen wurden den Scheidenden für ihren weiteren Lebensweg mitgegeben. Dem schließt sich auch „Amrum News“ an.

Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay., hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. War seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin und mittlerweile Ehefrau Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ gearbeitet hat. In 2024 ist er endgültig in den ärztlichen Ruhestand getreten. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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