Auf Föhr und Amrum engagieren sich neue Ehrenamtliche.
Sie schaffen Angebote für Begleitung und Trauerhilfe.
Was sich für Betroffene jetzt konkret verändert …

stehend v.l.n.r: Katarzyna Skulska und Elke Dressel
Acht neue Ehrenamtliche ausgebildet
Gemeinsam mit dem neuen Vorstand der Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V. können sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Amrum und Föhr freuen.
Im vergangenen Jahr schlossen acht Insulanerinnen und Insulaner von Föhr und Amrum erfolgreich ihre Qualifizierung zur ehrenamtlichen, ambulanten Hospizhelferin beziehungsweise zum Hospizhelfer ab. Der Vorbereitungskurs dauert insgesamt ein Jahr und umfasst einen Grundkurs, eine Praktikumsphase sowie einen Vertiefungskurs. Zusätzlich wird er durch Supervision begleitet.
Am Jahresende 2025 nahmen die frisch Ausgebildeten in einem feierlichen Rahmen auf Föhr ihre Zertifikate entgegen. Damit verzeichnet die Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V. nun fünf neue Ehrenamtliche auf Föhr und drei auf Amrum.
Mehr Unterstützung auf Amrum und Föhr
Auf Amrum stehen damit insgesamt zwölf ausgebildete Frauen und Männer zur Verfügung. Zur Freude des Vereins gehören auch die Inselärztin Dr. Claudia Derichs sowie die Inselpastorin Martje Brandt zur Gruppe.
Trauercafé schafft Raum für Austausch
Aus dieser Gemeinschaft sind bereits neue Angebote entstanden. So wurde vor einigen Monaten auf Amrum ein Trauercafé ins Leben gerufen. Initiiert und geleitet wird es von Pastorin i. R. Thurid Pörksen, unterstützt von der ehrenamtlichen Hospizbegleiterin Elke Dressel.
Hier finden Insulanerinnen und Insulaner Raum für Gespräche, Austausch und Zuhören – eine Möglichkeit, in der Trauer nicht allein zu sein. Das Trauercafé trifft sich zweimal im Monat im St. Clemens-Hüs in Nebel.
Neue Angebote für Trauerbegleitung
Ein weiteres Angebot richtet sich an Menschen, die eine nahestehende Person verloren haben. Auf Föhr und Amrum gibt es nun jeweils eine ehrenamtliche Hospizhelferin mit zusätzlicher Qualifikation in der Trauerbegleitung: Andrea Pagels auf Amrum und Frauke Prieß auf Föhr. Interessierte erhalten Informationen über die Koordinatorinnen der Inseln auf der Website der Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V.
Darüber hinaus bietet die Gruppe auf Amrum Besuchsdienste in häuslicher Umgebung an. Ziel ist es, Kontakte zu knüpfen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützend zu begleiten.
Zeit schenken als wichtigste Aufgabe
Auch organisatorisch gibt es Verstärkung: Die Koordinatorin auf Amrum, Kirsten Schüler-Seiffert, wird seit März von Susanne Jensen unterstützt, die ihre Ausbildung zur Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst erfolgreich abgeschlossen hat.
Ob Besuchsdienst, Trauercafé, Trauerbegleitung oder Begleitung auf dem letzten Lebensweg – im Mittelpunkt steht immer eines: Zeit. Zeit für Gespräche, Zeit zum Zuhören, Zeit zum gemeinsamen Schweigen und Aushalten.
AmrumNews Online-Zeitung der Insel Amrum

