Inseln bauen Hospizarbeit weiter aus …

Auf Föhr und Amrum engagieren sich neue Ehrenamtliche.
Sie schaffen Angebote für Begleitung und Trauerhilfe.
Was sich für Betroffene jetzt konkret verändert …

Foto sitzend v.l.n.r:Andrea Pagels, Susanne Jensen, Uwe Wormsbächer
stehend v.l.n.r: Katarzyna Skulska und Elke Dressel

Acht neue Ehrenamtliche ausgebildet

Gemeinsam mit dem neuen Vorstand der Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V. können sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Amrum und Föhr freuen.

Im vergangenen Jahr schlossen acht Insulanerinnen und Insulaner von Föhr und Amrum erfolgreich ihre Qualifizierung zur ehrenamtlichen, ambulanten Hospizhelferin beziehungsweise zum Hospizhelfer ab. Der Vorbereitungskurs dauert insgesamt ein Jahr und umfasst einen Grundkurs, eine Praktikumsphase sowie einen Vertiefungskurs. Zusätzlich wird er durch Supervision begleitet.

Am Jahresende 2025 nahmen die frisch Ausgebildeten in einem feierlichen Rahmen auf Föhr ihre Zertifikate entgegen. Damit verzeichnet die Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V. nun fünf neue Ehrenamtliche auf Föhr und drei auf Amrum.


Mehr Unterstützung auf Amrum und Föhr

Auf Amrum stehen damit insgesamt zwölf ausgebildete Frauen und Männer zur Verfügung. Zur Freude des Vereins gehören auch die Inselärztin Dr. Claudia Derichs sowie die Inselpastorin Martje Brandt zur Gruppe.


Trauercafé schafft Raum für Austausch

Aus dieser Gemeinschaft sind bereits neue Angebote entstanden. So wurde vor einigen Monaten auf Amrum ein Trauercafé ins Leben gerufen. Initiiert und geleitet wird es von Pastorin i. R. Thurid Pörksen, unterstützt von der ehrenamtlichen Hospizbegleiterin Elke Dressel.

Hier finden Insulanerinnen und Insulaner Raum für Gespräche, Austausch und Zuhören – eine Möglichkeit, in der Trauer nicht allein zu sein. Das Trauercafé trifft sich zweimal im Monat im St. Clemens-Hüs in Nebel.


Neue Angebote für Trauerbegleitung

Ein weiteres Angebot richtet sich an Menschen, die eine nahestehende Person verloren haben. Auf Föhr und Amrum gibt es nun jeweils eine ehrenamtliche Hospizhelferin mit zusätzlicher Qualifikation in der Trauerbegleitung: Andrea Pagels auf Amrum und Frauke Prieß auf Föhr. Interessierte erhalten Informationen über die Koordinatorinnen der Inseln auf der Website der Hospizinitiative Föhr-Amrum e.V.

Darüber hinaus bietet die Gruppe auf Amrum Besuchsdienste in häuslicher Umgebung an. Ziel ist es, Kontakte zu knüpfen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützend zu begleiten.


Zeit schenken als wichtigste Aufgabe

Auch organisatorisch gibt es Verstärkung: Die Koordinatorin auf Amrum, Kirsten Schüler-Seiffert, wird seit März von Susanne Jensen unterstützt, die ihre Ausbildung zur Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst erfolgreich abgeschlossen hat.

Ob Besuchsdienst, Trauercafé, Trauerbegleitung oder Begleitung auf dem letzten Lebensweg – im Mittelpunkt steht immer eines: Zeit. Zeit für Gespräche, Zeit zum Zuhören, Zeit zum gemeinsamen Schweigen und Aushalten.

Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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