Blasmusik auf Tour: Amrum feiert den 1. Mai …

Schon am Morgen liegt Musik in der Luft. Seit Jahrzehnten gehört die Blaskapelle fest zum 1. Mai auf der Insel. Doch die Zukunft dieser Tradition steht auf dem Spiel …

Auftakt in Steenodde. ©gerd arnold

Auftakt in Steenodde

Der 1. Mai ist traditionell fest im Terminkalender der „Amrumer Blaskapelle“ eingeplant. Auf der Rundtour über Amrum erklingen einige Lieder, die von einem geschmückten Fahrzeug des „Amrumer Bierverlags“ ins Publikum gespielt werden. Die zehn Musiker:innen werden von Dorf zu Dorf über die Insel gefahren. Sobald die ersten Töne des Mailiedes zu hören waren, war klar: Die „Amrumer Blaskapelle“ ist wieder da.

Start war um 10 Uhr in Steenodde. Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Menschen – einige warteten schon – und erfreuten sich an der Musik. Das Wetter war an diesem „Tag der Arbeit“ hervorragend: Die Sonne strahlte bei angenehmen Temperaturen von einem wolkenfreien Himmel. Weiter ging die Fahrt nach Süddorf, zum Fähranleger in Wittdün zur Begrüßung des „Adler-Express“, zum Amrumer Zentralmarkt, nach Nebel zur Diakoniestation, zum Öömrang Hüs (dort fand die Vernissage für Willi Robert Huth statt), zum Kaufhaus Bendixen und Café Claussen, nach Norddorf zur Pension Sturmmöwe, zum Café Schult und zum Hotel Seeblick.

Überall erfreuten sie das Publikum mit fröhlichen Stücken aus ihrem Repertoire. Walzer, Polka und Märsche verbreiteten gute Stimmung und lockten an den verschiedenen Standorten viele Zuhörer an. Es wurde mitgesungen und mitgeschunkelt; mit dem Tanzen haperte es vielerorts trotz Animation durch Bandix.


Treue Fans am Straßenrand

Vor dem Kaufhaus Bendixen warteten schon die „bekannten Fans“ der Blaskapelle. Peter Jürgensen (89) hat selbst viele Jahre aktiv am Musikgeschehen der Blaskapelle teilgenommen und lauschte nun, auf seinem Seniorenmobil sitzend, den Klängen.


Tradition sucht Nachwuchs

Die „Amrumer Blaskapelle“ existiert seit 63 Jahren. Sie entstand im Mai 1963 durch den Zusammenschluss zweier Kapellen aus Wittdün und Norddorf. Doch wie in vielen anderen Vereinen auch fehlt es an Nachwuchs. Wer gerne mitspielen möchte, ist herzlich willkommen. Hinter den Notenständern sind noch Plätze frei. Einfach bei der „Amrumer Blaskapelle“ melden!

Herzlichen Dank an die „Amrumer Blaskapelle“ und auf ein Wiedersehen bei den regelmäßigen Auftritten auf der Insel (siehe „Amrum aktuell“) und am 1. Mai 2027.

Über Gerd Arnold

Gerd Arnold, 1957 in Nebel auf Amrum geboren. Ein „echter“ Amrumer mit der friesischen Sprache (öömrang) aufgewachsen. Bis 1972 die Schule in Nebel besucht, danach Elektroinstallateur in Wittdün gelernt. 1976/77 in Wuppertal den Realschulabschluss nachgeholt. Ab Oktober 1977 als Berufssoldat bei der Bundesluftwaffe und seit November 2010 Pensionär. Nach vielen Jahren der verzweifelten Suche nach passenden „bezahlbaren“ Wohnraum auf Amrum endlich fündig geworden, seit Februar 2022 wieder ständig auf Amrum. 2019 ins Team der Amrum News integriert, aber das soll neben dem Angeln nicht die einzige Aktivität auf der Insel bleiben.

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