Amrum baut an seiner medizinischen Zukunft …

Mit dem Richtfest erreicht das neue Ärztehaus in Wittdün den nächsten Meilenstein.
Politik, Handwerk und Inselgemeinden ziehen bei dem Millionenprojekt gemeinsam an einem Strang. Warum das MVZ für die Insel weit mehr als nur ein Neubau ist.

Viele Gäste beim Richtfest

Viele Gäste beim Richtfest in Wittdün

Nach der Verzögerung durch den harten Winter ging es dann doch zügig voran, und Wittdüns Bürgermeister Heiko Müller konnte zahlreiche Amrumer, Handwerker, Architekten und Mitarbeiter der Planungsfirma Cordes zum Richtfest des Ärztehauses in Wittdün begrüßen.

Bürgermeister betont Bedeutung des MVZ

Nachdem Zimmermann Mario Bruns in seinem Richtspruch dem Haus eine erfolgreiche Zukunft gewünscht hatte, wandte sich Bürgermeister Müller mit einer Ansprache an die Anwesenden:
„Heute ist ein besonderer Tag für Amrum. Mit dem Richtfest unseres neuen Gebäudes für das Medizinische Versorgungszentrum setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung auf Amrum. Ein solches Projekt ist weit mehr als ein Bauvorhaben aus Beton, Stahl und Glas: Es ist ein Versprechen an die Menschen, die hier leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten. Ein Versprechen, dass sie auch in Zukunft wohnortnah, zuverlässig und qualitativ hochwertig medizinisch betreut werden.“

Nach dem Richtspruch von Mario Bruns (mitte) ergriff Bürgermeister, Heiko Müller (rechts) das Wort.

Medizinische Versorgung als große Herausforderung

Heiko Müller machte deutlich, dass gerade in ländlichen Räumen die Sicherstellung der medizinischen Versorgung zu den zentralen Herausforderungen gehört. Es erfülle ihn mit Stolz, dass die Amrumer dieses Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt hätten. Er dankte allen, die das Vorhaben möglich gemacht haben: den Planerinnen und Planern, den beteiligten Unternehmen, den Handwerkerinnen und Handwerkern sowie den politischen Entscheidungsträgern und Förderern, die das Projekt unterstützt haben.

Bürgermeister Müller beendete seine Ansprache mit dem Wunsch, dass sich irgendwann eine neue Generation junger Ärzte findet, die das heute kommunale MVZ wieder in die Selbstständigkeit führt.

Die Fertigstellung ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Alle Beteiligten sind optimistisch, dass dieser Termin gehalten werden kann. Die ärztliche Versorgung wird im Untergeschoss angesiedelt, im Obergeschoss entstehen sechs Wohnungen. Außerdem wird das Dach mit einer großen Photovoltaikanlage ausgestattet.

Gemeinsame Projekte der Inselgemeinden

Mit dem Seniorenzentrum, den Versorgungsbetrieben für Wasser, Gas und Abwasser, und der zentralen Beschaffung im Feuerwehrwesen, der Amrum Touristik und nun dem MVZ zeigt sich einmal mehr, dass durch die enge Zusammenarbeit der drei Inselgemeinden vieles zum Wohle der Amrumer Bürger erreicht werden kann.

Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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